Mit zarten 19 Jahren verzückt Ousmane Dembélé bereits seit seiner Ankunft im Sommer die Fans von Borussia Dortmund. In seinen Augen ist das nichts weiter als sein Job, wie im Interview mit ‚Goal.com‘ anklingen lässt. Als entscheidenden Grund für seinen Wechsel zum BVB nennt der Tempodribbler „die Gespräche mit den Verantwortlichen, die mir sehr gefallen haben.“ Dembélé erläutert: „Sie sagten mir, ich würde auf jeden Fall spielen, wenn ich meine Leistung bringe. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein und bereue meine Wahl auf gar keinen Fall.“

Nach 59 Profieinsätzen für Schwarz-Gelb und Stade Rennes stehen für den Franzosen bereits satte 35 Torbeteiligungen zu buche. Ein Wert, der mit den Zahlen von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi im gleichen Alter mithalten kann. Zwar will auch Dembélé regelmäßig „den Unterschied ausmachen“. Dennoch beteuert er: „Solche Statistiken stellen mich auf einen Sockel, auf dem ich nicht sein will. Deshalb achte ich darauf nicht.“

Körperbetonte Bundesliga

Der Wechsel von der Ligue 1 in die Bundesliga brachte für den Shootingstar einige Veränderungen mit sich. „Aber ich denke trotzdem, dass es in der Bundesliga noch härter zugeht. Dort sind die Gegner schwierig zu spielen und die Abwehrspieler begehen viele Fouls“, meint Dembélé. In Deutschland habe er sich „auf physischer und taktischer Ebene weiterentwickelt.“ Das liege auch an einem „körperbetonten Training. Es geht von Strafraum zu Strafraum, wir attackieren und verteidigen. Der Trainer verlangt von uns, den Ball nach einem Verlust in fünf bis sechs Sekunden zurückzuerobern“.

Und weiter: „Ich habe mich an diesen Spielstil sehr gut angepasst und es gefällt mir, auch wenn ich am Ende manchmal Krämpfe habe. Ich muss vor dem Tor noch effektiver werden und darf mir keine dummen Ballverluste erlauben.“ Dabei helfen kann ihm nach eigener Aussage Trainer Thomas Tuchel, über den Dembélé in höchsten Tönen spricht: „Er hat noch keinen so großen Namen, aber den wird er noch bekommen. Er hilft mir vor allem sehr durch sein Taktikverständnis. Er ist ein Trainer, der sehr gut mit jungen Spielern umgehen kann. Er ist ein guter Trainer, der mir sehr weiterhilft. Im Training soll ich einfach nur loslassen, dribbeln und Spaß haben.“

Große Ziele in der Champions League

Unterdessen hegt der Offensivmann trotz der 0:1-Niederlage im Champions League-Achtelfinalhinspiel bei Benfica Lissabon noch die Hoffnung, in die Runde der letzten Acht einzuziehen. „Wir glauben zwar nicht, dass wir die Champions League gewinnen werden, aber wir glauben auch fest daran, dass es schwer wird, uns aus dem Wettbewerb rauszuwerfen.“ Eine durchaus selbstbewusste Haltung des Teenagers.