Sechs Niederlagen in sieben Auswärtsspielen. Borussia Mönchengladbach hat es nur der guten Heimbilanz zu verdanken, dass man kurz vor Weihnachten nicht in der Abstiegszone feststeckt. Von Vorfreude auf die Winterpause kann bei den Fohlen aber keine Rede sein. Zu groß ist die Unzufriedenheit mit der sportlichen Situation. Und diese macht sich allen voran an der Person André Schubert fest.

Die ‚Bild‘ spekuliert, dass der 45-Jährige selbst bei einem Sieg im letzten Spiel vor der Pause gegen den VfL Wolfsburg am morgigen Dienstag nicht mehr zu retten sein könnte. Die Analyse von Manager Max Eberl belegt dies: „Wir haben eine ganze Hinrunde zu analysieren. Die war in den Pokal-Wettbewerben gut, in der Bundesliga zu Hause okay und auswärts katastrophal. Wir haben zu wenig Punkte für das, was wir uns vorgestellt haben.“

Schuberts Problem: Die Auswärtsmisere machte den Gladbachern schon in der Vorsaison zu schaffen. Dem Übungsleiter ist es bis heute nicht gelungen, eine Lösung zu präsentieren. Viele Fans forderten schon am Samstag in Augsburg den Rauswurf des Trainers. Sollte gegen die Wölfe zuhause kein überzeugender Sieg folgen, spricht vieles für einen Wechsel auf der Bank des Borussia.

FT-Meinung: Nach dem Rücktritt von Lucien Favre brachte Schubert die Elf vom Niederrhein wieder in die Spur und führte sie trotz eines desolaten Saisonstarts noch in die Champions League. Die Probleme im Spiel der Borussia, die sich schon in der Vorsaison andeuteten, haben sich mit der Zeit aber immer weiter verstärkt. Und die Zweifel sind mittlerweile groß, dass Schubert sie noch abstellen kann. Auf der anderen Seite bleibt die Frage: Welcher Trainer mit Ideen und Perspektive ist im Winter auf dem Markt? Eberl wird sich in Ruhe überlegen, ob es mit Schubert weitergehen kann. Das Spiel gegen Wolfsburg ist daher nicht alles entscheidend, könnte die Dinge aber beschleunigen.