Thomas Hitzlsperger: Die Europa-Odyssee des Mittelfeldspielers droht weiter anzudauern. Im Januar 2010 verließ der einstige Kapitän den VfB Stuttgart in Richtung Lazio Rom, um in der Rückrunde nötige Spielpraxis für die WM-Teilnahme zu sammeln. Das Kapitel Italien war für den 29-Jährigen ein großes Missverständnis und nach einem halben Jahr beendet, der WM-Zug fuhr ohne Hitzlsperger nach Südafrika ab. In der vergangenen Spielzeit war der gebürtige Münchner nach überstandenem Sehnenriss bei West Ham United absolute Stammkraft, der Verein stieg jedoch ab – Hitzlspergers Vertrag besaß nur Gültigkeit für die erste Liga. Ein neuer Verein für den 52-maligen deutschen Nationalspieler hat sich noch nicht gefunden, die Tendenz geht in Richtung Premier League.

Timo Hildebrand: Als deutscher Meister und Nationalkeeper verließ der heute 32-Jährige 2007 den VfB Stuttgart. Beim FC Valencia, der TSG Hoffenheim und zuletzt Sporting Lissabon ging es für Hildebrand größtenteils bergab. „Ich hoffe und ich glaube, dass ein Platz für mich frei ist“, erklärte der Torwart im Mai gegenüber dem ‚kicker‘. Bisher gelang dem WM-Teilnehmer von 2006 der Aufsprung auf das Torhüter-Karussell nicht. Eintracht Frankfurt zeigte zwar zwischenzeitlich Interesse, entschied sich aber für Thomas Kessler.

David Odonkor: Als nahezu unbeschriebenes Blatt sorgte Odonkor nach seiner überraschenden Nominierung bei der Weltmeisterschaft 2006 für Aufsehen. 126 WM-Minuten reichten Betis Sevilla, um für den deutschen Nationalspieler 6,5 Millionen Euro an Borussia Dortmund zu überweisen. In fünf Jahren bestritt der pfeilschnelle Außenstürmer – auch verletzungsbedingt – nur 51 Partien für Betis, 2009 stieg er mit den Andalusiern in die zweite Liga ab. Da sein Vertrag auslief, kann Odonkor ablösefrei wechseln, am liebsten würde er zurück nach Deutschland. Der 27-Jährige kann sich auch ein Engagement in der zweiten Bundesliga vorstellen, „kein Problem, das ist auch eine starke Liga“. Medien brachten in den letzten Wochen den FC Augsburg, den Karlsruher SC, Dynamo Dresden sowie den FC Ingolstadt ins Gespräch.



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