Bei den Profis des FC Arsenal sammelte Bukayo Saka in der laufenden Saison bisher in sämtlichen Wettbewerben Spielpraxis – wenn auch nur von kurzer Dauer. Besonders seine Auftritte im Reserveteam locken Scouts europäischer Topvereine ins Stadion. Laut der ‚Sun‘ haben mit Bayern München und Borussia Dortmund die zwei größten deutschen Klubs ihre Fühler nach dem Teenager ausgestreckt.

Sehr früh sehr effizient

Saka weiß bereits mit seinen 17 Jahren zu überzeugen. In insgesamt 28 Pflichtspielen stehen zehn Treffer und acht Vorlagen zu Buche. Obwohl der Flügelstürmer seine Scorerpunkte nur im Reserveteam oder bei der U18 erzielen konnte, hat er unter Trainer Unai Emery dennoch bleibenden Eindruck hinterlassen.

Gegen den aserbaidschanischen Vertreter Qarabag Agdam (1:0) hatte ihn der spanische Übungsleiter in der Europa League-Gruppenphase gar durchspielen lassen. Mit seinen Tempodribblings spielte er seine Gegenspieler phasenweise schwindlig. In der Schlussphase der Partie war der Linksfuß jedoch mit seinen Kräften am Ende – für einen Spieler in seinem Alter aber völlig normal.

Gute Ausbildung genossen

Dass Arsenal eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit leistet, ist hinlänglich bekannt. Saka drängt schon jetzt darauf, seinen festen Platz im Profikader zu finden. Zum Vergleich: Mit Flügelstürmer Ainsley Maitland-Niles verfügt ein weiteres Eigengewächs über ähnliches Personal. Dabei ist der englische U21-Nationalspieler ganze vier Jahre älter.

Folgerichtig wird Sakas erster Profivertrag nicht lange auf sich warten lassen. Die Gunners werden einen Teufel tun, ihre Nachwuchshoffnung für kleines Geld zu verscherbeln.

Bayern & BVB mit Bedarf

An der Säbener Straße wird in der Sommertransferperiode die Verjüngungskur weiter vorangetrieben. Weil Arjen Robben den deutschen Rekordmeister zum Saisonende definitiv verlassen wird und bei Franck Ribéry die Zeichen ebenfalls auf Abschied stehen, wird trotz zahlreicher Alternativen wie Kingslay Coman, Serge Gnabry, Alphonso Davies oder Woo-yeong Jeong nach Verstärkungen für die Zukunft Ausschau gehalten.

Ähnlich sieht es beim Rivalen aus Dortmund aus. Weil sich Christian Pulisic zur kommenden Saison dem FC Chelsea anschließen wird, kursieren seit der Winterpause einige Namen an der Strobelallee. Saka würde in diesem Zusammenhang als mittel- beziehungsweise langfristige Verstärkung angesehen werden. Oder er schlägt genauso ein wie Wunderkind Jadon Sancho.

UnwahrscheinlichFT-Meinung: Saka wird sich alsbald entscheiden müssen. Bei seinem aktuellen Arbeitgeber winkt der erste Profivertrag. Zuletzt hatte auch der englische Nationaltrainer Gareth Southgate Engländer im Ausland und speziell in der Bundesliga befürwortet. Aktuell aber unwahrscheinlich, dass das Stürmertalent seinen Worten Folge leistet.