Hört er auf oder macht er weiter? Eine Frage, die Arsenal-Fans mindestens genauso beschäftigt wie der sportliche Ausgang der Saison. Arsène Wenger ist bei den Gunners eine Institution. Eine Ikone, die selbst entscheidet, wann ihre Zeit gekommen ist. Nach den zwei jüngsten Niederlagen gegen den FC Watford (1:2) und den FC Chelsea (1:3), sowie vor dem befürchteten fast schon traditionellen Champions League-Aus gegen den FC Bayern brodelt die englische Gerüchteküche.

Demnach soll Wenger darüber nachdenken, im kommenden Sommer die Koffer zu packen und den vorliegenden Zweijahresvertrag mit einem Jahresgehalt von rund zehn Millionen Euro auszuschlagen. Laut ‚Daily Mirror‘ sind die Nordlondoner aber vorbereitet. Auf der vierzeiligen Thronfolger-Shortlist soll Thomas Tuchel an erster Stelle stehen.

Laut dem englischen Boulevard gab es bereits eine „diskrete Anfrage“ beim Cheftrainer von Borussia Dortmund, um dessen „mögliche Tauglichkeit“ zu prüfen. Dass der Premier League-Klub bereits persönlich vorstellig wurde, dementiert der Übungsleiter allerdings gegenüber Sebastian Weßling von der ‚Funke Mediengruppe‘: „Ich kann dazu nichts sagen, weil ich davon nichts weiß.

Als weitere Kandidat werden Leonardo Jardim von der AS Monaco, Massimiliano Allegri von Juventus Turin sowie Bayer-Cheftrainer Roger Schmidt gehandelt. In Sachen Allegri hat sich bereits Juve-Chef Giuseppe Marotta zu Wort gemeldet: „Ganz abgesehen davon, dass wir einen Vertrag mit Allegri haben: Es gibt immer noch tolle Ziele, die wir zusammen erreichen wollen. Unser Verhältnis ist sehr gut. Es gibt für ihn keinen Grund, Juventus zu verlassen.

FT-Meinung: Das Beispiel United zeigt, dass ein Trainerwechsel nach einer solch langen Amtszeit ein riesiger Einschnitt sein kann, wenn man nicht den richtigen Mann findet. Mit seiner Akribie und modernen Art, Fußball zu spielen, könnte Tuchel ideal zu Arsenal passen. Es ist jedoch fraglich, ob Workaholic-Tuchel das englische Modell, bei dem der Trainer gleichzeitig auch Sportdirektor ist, reizt. Sollte sich der 43-Jährige für diesen Schritt entscheiden, könnte der BVB nur noch in diesem Sommer eine Ablöse kassieren. 2018 läuft Tuchels Vertrag aus und Verhandlungen hat er selbst auf die spielfreie Zeit verschoben.