Tritt Dimitri Payet zum Freistoß an, versetzt er die Torhüter in der englischen Premier League in schöner Regelmäßigkeit in Angst und Schrecken. Insgesamt sammelte der Franzose in der laufenden Saison schon 23 Scorerpunkte und rechtfertigte somit die 15 Millionen Euro Ablöse, die West Ham United im vergangenen Sommer für seine Dienste an Olympique Marseille überwies. Zudem schaffte der kreative Offensivspieler den Sprung zurück in die ‚Équipe Tricolore‘ und dürfte sein Tickt für die EURO im eigenen Land schon so gut wie sicher haben.

Diese Leistungen wecken selbstverständlich Begehrlichkeiten. Paris St. Germain und Real Madrid galten jüngst als Interessenten. Laut ‚El Mundo Deportivo‘ lässt auch der FC Barcelona den 29-Jährigen beobachten. Das jüngst durchgesickerte Preisschild von 50 Millionen Euro sei den ‚Blaugrana‘ angesichts des verhältnismäßig fortgeschrittenen Alters des Spielers aber deutlich zu hoch. Dennoch: Als technisch feiner Spieler würde Payet selbstverständlich hervorragend in das ‚Barça‘-Ensemble passen.

Variabel in der Offensive

Zudem suchen die Katalanen händeringend nach Alternativen für die zwar sehr eingespielte, aber stark beanspruchte Stammelf. Payet kann sowohl Linksaußen als auch im offensiven Mittelfeld auflaufen und wäre somit eine Option zu Flügelflitzer Neymar und zum alternden Andrés Iniesta. Als potenzieller Freistoßschütze müsste er sich aber mit Weltfußballer Lionel Messi arrangieren, der ebenfalls gefährliche Standards tritt.

Während Payet gleich eine vollwertige Alternative für den Profikader darstellen würde, ist das Interesse an Nicholas Llanos wohl eher perspektivischer Natur. Der 20-jährige Mittelfeldspieler läuft derzeit für die zweite Mannschaft von Hajduk Split auf, wo offenbar Späher des FC Barcelona auf ihn aufmerksam wurden. Gegenüber ‚CalcioMercato.com‘ bestätigt der Sohn eines Kolumbianers und einer Kroatin: „Ich kenne ‚Barça‘-Sportdirektor Robert Fernández. Er hat sich nach mir erkundigt. Ich fühle mich geehrt, wenn ich sehe, dass solch große Vereine Interesse an mir zeigen.“ Sollte sich der FC Barcelona für eine Verpflichtung entscheiden, würde er aber wohl auch dort zunächst für die zweite Mannschaft seine Schuhe schnüren.