Ich denke, jeder hat ein gewisses Talent. Und meines ist es, Tore zu schießen.“ Mit diesen Worten stellte sich Luka Jovic im Sommer bei Real Madrid vor. Nachgewiesen hat der Mittelstürmer seine Gabe bislang aber nicht.

Weder in den Vorbereitungspartien noch bei seinen drei Teileinsätzen in der Liga (insgesamt 99 Minuten) traf Jovic ins Schwarze. Der „ewige“ Karim Benzema steht in der Gunst von Zinedine Zidane weit vor dem Serben.

27 Tore für die Eintracht

In der vergangenen Spielzeit lief es für Jovic noch wesentlich besser. 17 Tore in der Bundesliga und zehn in der Europa League gelangen dem 21-Jährigen für Eintracht Frankfurt. Real war deshalb bereit, 60 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch zu legen.

Schon vor Beginn der Saison wurden Zweifel an Jovic – der nicht unbedingt Zidanes Wunschspieler gewesen sein soll – laut. Gerüchte um ein direktes Leihgeschäft kamen auf. Sogar Ex-Klub Frankfurt wurde gehandelt. Doch daraus wurde bekanntlich nichts.

Verletzung beim Länderspiel

Zu früh sollte man natürlich nicht den Stab über den jungen Stürmer brechen. Doch irgendwie passt sein Auftritt für Serbien gegen Portugal (2:4) am vergangenen Samstag ins Bild.

Jovic wurde erst in der 87. Minute eingewechselt. Die kurze verbleibende Spieldauer reichte dem Rechtsfuß jedoch, um sich zu verletzen. Damit fehlt er am morgigen Dienstag in Luxemburg bei einer Partie, in der er sein „gewisses Talent“ sicher hätte nachweisen und seinen Worten Taten folgen lassen können.