Der 222-Millionen-Euro-Wechsel von Neymar zu Paris St. Germain sowie die Transferoffensive von Manchester City haben bewiesen, dass die Scheich-gesteuerten Topklubs Europas bereit sind, die Ablösesummen ins Unermessliche steigen zu lassen. Um sich gegen Abwerbungsversuche von PSG & Co. zu schützen, hat Branchenprimus Real Madrid nun einen Plan entwickelt.

Laut spanischem Recht muss in jedem Arbeitsvertrag eine Ausstiegsklausel verankert sein. Das gilt somit auch für Profifußballer. Die 222-Millionen-Euro-Klausel in Neymars Vertrag beim FC Barcelona wurde den Katalanen zum Verhängnis. Sie mussten kampflos mit ansehen, wie es den brasilianischen Superstar nach Paris zog. Das soll Real nicht passieren.

Eine Milliarde Euro

Bereits jetzt liegt die Ausstiegsklausel in den Fällen von Cristiano Ronaldo und Karim Benzema bei je einer Milliarde Euro. Gareth Bale und Luka Modric würden 500 Millionen Euro kosten, um sie aus ihren Verträgen herauszukaufen, Supertalent Marco Asensio 350 Millionen. Für Toni Kroos müsste ein Scheich 300 Millionen auf den Tisch legen. Isco, der seinen Vertrag zeitnah verlängern soll, wird angeblich eine Ausstiegsklausel über 700 Millionen erhalten.

Es fällt auf: Die Klauseln der Real-Spieler liegen deutlich über denen der Barça-Stars. Sergio Busquets, Gerard Piqué, Andrès Iniesta (dessen Vertrag ausläuft) und Luis Suárez kosten alle „nur“ rund 200 Millionen. Bei sich ständig weiterentwickelnden Marktpreisen könnte diese Summe schon bald keine Abschreckung mehr sein.

Preise steigen weiter

Real hat dem frühzeitig entgegengewirkt und sich so gegen Scheich-Angriffe vorerst abgesichert. Von der Zahlung einer Ablösesumme über einer halben Milliarde Euro ist der Fußball zum Glück doch noch ein ganzes Stück weit enfernt. Insofern können sich die Königlichen zunächst sicher sein, dass die für Ronaldo, Bale und Benzema verankerten Summen die Scheich-Klubs abschrecken. Bei den nächsten Verlängerungen dürfte aber bereits über eine weitere Anhebung diskutiert werden.