FIFA verkündet neue Leih-Regeln: Das Ende der Loan Armys?

Die Loan Army des FC Chelsea erlangte innerhalb der Fußball-Welt Berühmtheit. Ab dem kommenden Sommer müssen die Blues aber umplanen: Die FIFA hat das Regelwerk zu Spielerleihen umfassend verändert.

Die FIFA hat ihren Sitz in Zürich
Die FIFA hat ihren Sitz in Zürich ©Maxppp

Die FIFA hat das Regelwerk für Spielerleihen weitreichend angepasst. In einem Schreiben vom heutigen Donnerstag verkündet der Fußball-Weltverband mehrere Änderungen der aktuell bestehenden Regularien, die ab dem 1. Juli 2022 Gültigkeit besitzen werden.

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Der zeitliche Rahmen, in dem Vereine Leihgeschäfte ansetzen dürfen, wird begrenzt. Die Zeit zwischen zwei Transferperioden wird künftig als Mindestdauer einer Leihe definiert. Maximal darf ein Leihgeschäft ein Jahr dauern. Während einer Leihe darf ein Spieler nicht mehr zu einem dritten Klub weitertransferiert werden.

Auch die Anzahl von möglichen Leihen begrenzt die FIFA künftig. Ein Klub darf ab Sommer nur noch drei Spieler desselben Vereins gleichzeitig ausleihen. Insgesamt ist es den Klubs künftig nur noch gestattet, gleichzeitig maximal acht Spieler auszuleihen und ebenso viele zu verleihen. Ab Sommer 2023 wird die Anzahl auf sieben Spieler, ab 2024 auf sechs Spieler reduziert.

Das Ende der Loan Armys?

Eine Hintertür lässt die FIFA jedoch im neuen Regelwerk offen: Um die Entwicklung von Talenten nicht zu sehr einzuschränken, sind Akteure, die 21 Jahre oder jünger sind, von diesen Regelungen ausgenommen.

Dennoch werden die neuen Regularien Auswirkungen auf diverse Klubs haben. Gerade in Italien, wo die Profiklubs über keine Reserve-Mannschaften verfügen, war es bisher üblich, zahlreiche Spieler bei anderen Klubs zu parken. Berühmt ist auch die sogenannte Loan Army des FC Chelsea. Solche Modelle werden zukünftig nur noch sehr eingeschränkt umsetzbar sein.

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