Schalke: Baum nennt seinen Schlüsselspieler

Manuel Baum trat auf Schalke das Amt des Cheftrainers in einer Zeit der sportlichen Schieflage an. Der 41-Jährige sieht seine Aufgabe bei den Königsblauen jedoch nicht als Rettungsmission.

Manuel Baum soll das Ruder auf Schalke herumreißen
Manuel Baum soll das Ruder auf Schalke herumreißen ©Maxppp

Schalke 04 steckt seit mehreren Monaten in einer der größten sportlichen Krisen der jüngeren Vereinsgeschichte. Für Cheftrainer Manuel Baum ist ausgerechnet der morgige Derbygegner Borussia Dortmund ein Vorbild, wie man das Ruder rumreißen und langfristig in die Erfolgsspur zurückfinden kann.

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„Auch dort lief nicht immer alles rosig. Auch Dortmund musste vor einigen Jahren aus der Not eine Tugend machen – und hat es letztlich zurück nach oben geschafft. Schalke kann ebenfalls eine solche Zukunft gestalten, wenn die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Das Potenzial ist definitiv da“, sagt er im Gespräch mit der ‚WAZ‘, „mein Ziel ist es erst einmal, die Mannschaft jetzt in die richtige Richtung zu lenken.“

Uth der Schlüsselspieler

Helfen soll dabei auch Mark Uth (29), der unter Vorgänger David Wagner einen schweren Stand hatte und in der abgelaufenen Rückrunde an den 1. FC Köln verliehen war. „Niemand ist unersetzlich, und ich habe Vertrauen in all unsere Spieler. Aber in unserer Offensive ist Mark Uth ein herausragender und wichtiger Spieler. Er paart Kreativität mit Planumsetzung - damit ist er unter Fußballprofis eine Ausnahme“, so Baum, „wenn er nicht auf dem Platz steht, dann fehlen uns ein paar Prozente in der Offensive.“

Schalke keine Rettungsmission

Nach nur einem Punkt aus den ersten vier Spieltagen und insgesamt 16 Gegentoren ist die Lage bei den Knappen äußerst ernst. Baum will den Blick dennoch in die Ferne werfen. „Ich sehe mich nicht in der Rolle eines Retters“, sagt er und beschreibt seine Aufgabe auf Schalke als die eines „Guides“, an dem sich die Spieler orientieren und zurecht finden können.

„Außerdem möchte ich jetzt auch schon beginnen, nachhaltig zu arbeiten und nicht nur Feuer zu löschen“, fügt der ehemalige Augsburg-Coach hinzu. Bei einem Derbysieg gegen den BVB wäre zumindest kurzfristig ein Teil der Brände gelöscht. Dann hätte wohl auch der 13. Schalke-Coach in zwölf Jahren etwas mehr Ruhe, seine Vision beim Ruhrpottklub umzusetzen.

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