Schalke 04: Die Zukunft der Leihspieler

Leihgeschäfte rückten durch die Corona-Krise bei vielen Vereinen nochmal mehr in den Fokus. Auch Schalke 04 machte sich dieses probate Mittel vergangenen Sommer mehrmals zu Nutze. Einige Spieler könnten nächstes Jahr festverpflichtet werden.

Rodrigo Zalazar spielt auf Leihbasis für den FC Schalke
Rodrigo Zalazar spielt auf Leihbasis für den FC Schalke ©Maxppp

Der FC Schalke 04 hat einen schwierigen Transfersommer hinter sich gebracht. Aufgrund des Abstiegs und der wirtschaftlich komplizierten Situation bei den Königsblauen war Rouven Schröder gezwungen, kreative Lösungen zu finden, um einen guten Zweitliga-Kader auf die Beine zu stellen. Deshalb kamen nicht weniger als sechs Leihspieler nach Gelsenkirchen.

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Um aus den temporären Zugängen im Erfolgsfall auch mittel- bis langfristig Profit zu schlagen, handelten die Schalker diverse Optionen und Klauseln mit den abgebenden Vereinen aus. Die ‚Sport Bild‘ veröffentlicht die Möglichkeiten, die dem Traditionsklub aus dem Ruhrpott zur Verfügung stehen, um die Spieler auch nach Ablauf der Leihe in der Mannschaft zu behalten.

Ko Itakura (24, Manchester City)

Itakura liefert auf Schalke ab. Der Japaner überzeugt auf ganzer Linie und ist wichtiger Bestandteil der Stammelf. Darf Schalke nach Saisonende die Bundesliga-Rückkehr feiern, gibt es eine Kaufoption über 4,5 Millionen Euro. Eine stolze Summe für die klammen Knappen. „Dieser Verein sollte wieder in der höchsten Liga spielen, in der ich auch in der nächsten Saison spielen möchte“, ließ Itakura verlauten und machte damit klar, dass er kein weiteres Jahr in Liga zwei verbringen wird.

Rodrigo Zalazar (22, Eintracht Frankfurt)

Auf den zentralen Mittelfeldspieler der Eintracht kann der FC Schalke auch in Zukunft zählen. Der Transfer von Zalazar wurde durch die Leihe lediglich um ein Jahr verschoben, um das Budget zu schonen. Sollte Schalke aufsteigen, greift eine Kaufpflicht, wodurch Zalazar für eine Million Euro wechselt. Durch Boni kann diese Summe noch auf zwei Millionen Euro steigen.

Bei verpasster Rückkehr in die Bundesliga muss Schalke nur 700.000 Euro überweisen, ebenfalls mit möglichen Boni. Der Vertrag des 22-Jährigen wird bis 2026 datiert. Allerdings hat Frankfurt die Möglichkeit, den Uruguayer zurückzuholen. 2023 können die Adler eine Rückkaufklausel geltend machen. In diesem Fall erhält Schalke die doppelte Summe zurück, die sie zuvor an Frankfurt gezahlt haben.

Thomas Ouwejan (25, AZ Alkmaar)

Im Leihvertrag des Niederländers ist ebenfalls eine Kaufpflicht integriert. Geht es für S04 zurück in Liga eins, erhält Alkmaar zwei Millionen Euro. Misslingt den Knappen das Unterfangen Wiederaufstieg, gibt es eine Kaufoption – an der potenziellen Ablösesumme ändert sich nichts.

Darko Churlinov (21, VfB Stuttgart)

Zu Beginn der Saison kam der Nationalspieler aus Nordmazedonien regelmäßig zum Einsatz und sammelte ordentlich Spielminuten. Inzwischen nimmt Churlinov aber häufig auf der Bank Platz. Die Schalker haben keine Kaufoption. Wenn Trainer Dimitirios Grammozis im Verlauf der Saison wieder mehr auf den talentierten Rechtsfuß setzt, müsste ein Kauf mit dem VfB Stuttgart frei ausgehandelt werden.

Marvin Pieringer (22, SC Freiburg)

Pieringer kommt über Kurzeinsätze als Einwechselspieler nicht hinaus. Ein Transfer im nächsten Sommer ist aber schon so gut wie in Stein gemeißelt. Die Hürden für das Auslösen der Kaufpflicht sind dem Bericht der Sportzeitung nach äußerst „tief angesiedelt“. Dementsprechend könnte der permanente Wechsel sogar schon im Winter über die Bühne gehen.

Yaroslav Mikhailov (18, Zenit St. Petersburg)

Der junge Russe erhält nur spärlich Spielzeiten. Es ist zweifelhaft, dass Schalke den Mittelfeldspieler dauerhaft unter Vertrag nehmen will. Eine Option oder gar Pflicht zum Kauf gibt es im Leihvertrag mit St. Petersburg nicht. Sollten die Königsblauen in Mikhailov einen Spieler für die Zukunft sehen, müsste Schröder mit Zenit erneut an den Verhandlungstisch.

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