Der Stand im Ginter-Poker

Matthias Ginter verlängert seinen auslaufenden Vertrag bei Borussia Mönchengladbach nicht, also soll er noch im Januar wechseln. Hauptinteressent Inter Mailand spielt bislang aber nicht mit.

Matthias Ginter kam 2017 vom BVB nach Gladbach
Matthias Ginter kam 2017 vom BVB nach Gladbach ©Maxppp

Auch wenn Trainer Adi Hütter und Sportdirektor Max Eberl im Anschluss versuchten, die Wogen zu glätten: Unmissverständlicher hätte die Botschaft an Matthias Ginter am Wochenende nicht sein können.

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Trotz starker Leistung im Spiel zuvor gegen den FC Bayern (2:1, FT-Note: 2) saß Ginter am Samstag gegen Bayer Leverkusen (1:2) nur auf der Bank. Das war ihm seit seiner Ankunft vor viereinhalb Jahren in der Bundesliga noch nie passiert.

Nachfolger schon da

Gladbach will Ginter, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert, schon im Winter loswerden. Mit Marvin Friedrich (26, Union Berlin) ist der 5,5 Millionen Euro teure Nachfolger schon da – nun soll das Geld wieder reingeholt werden.

Inter Mailand galt bislang als aussichtsreichster Kandidat als neuer Ginter-Klub. Doch die Italiener wollen den 27-jährigen Innenverteidiger lieber ablösefrei im Sommer holen. Gladbach hofft derweil laut ‚Calciomercato.com‘ auf fünf Millionen Euro Ablöse im Januar.

Ginter für Inter kein Muss

Inter ist dem italienischen Portal zufolge aber lediglich bereit, drei Millionen zu zahlen. Ohnehin sehe man Ginters Verpflichtung eher als Marktchance denn als unabdingbar, weshalb sich der italienische Meister auch nicht weiter strecken wolle.

Bleiben die Fragen: Bewegen sich Eberl und die Borussia auf Inter zu? Oder hat man noch andere Optionen in der Hinterhand? Laut dem ‚kicker‘ trifft letzteres zu. So hätten zwei namentlich nicht genannte englische Klub Interesse daran, Ginter noch im Januar zu holen.

Bayern-Spur kalt?

In Verbindung gebracht wurde der deutsche Nationalspieler zuletzt mit Newcastle United und West Ham United. Zudem gab es immer wieder mal Gerüchte um Atlético Madrid und auch den FC Bayern, bei dem es aber Zweifler an Ginters Tauglichkeit geben soll.

FT-Meinung

burning

Es bleibt also spannend, am 31. Januar schließt das Transferfenster. Dass Ginter danach noch Gladbach-Spieler ist, ist nicht zu erwarten, zu dringend will Gladbach ihn loswerden – und auf eine Rückrunde auf der Bank hat Ginter mit Blick auf die WM zum Jahresende wohl auch weniger Lust. Total offen ist aber der neue Klub des Weltmeisters von 2014. Vielleicht gibt es ja auch eine Überraschung.

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