Vier Flops, kein Treffer: Die zehn teuersten HSV-Transfers

Der Hamburger SV hat in den vergangenen Jahren ordentlich Geld verprasst, was letztlich im Abstieg in die zweite Liga mündete. FT blickt auf die zehn teuersten Transfers zurück.

Vier Flops, kein Treffer: Die zehn teuersten HSV-Transfers
Vier Flops, kein Treffer: Die zehn teuersten HSV-Transfers ©Maxppp

Platz 10: Heiko Westermann (2010, 7,5 Mio., Schalke 04)

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„Ich glaube, ich hatte noch nie einen Mitspieler, der so viele Tore verschuldet hat wie er und trotzdem immer gesetzt war. Von den 60 Toren, die wir bekommen haben, hat er gefühlt 30 verschuldet“, sagte Abwehrkollege Paul Scharner einst über HW4. Womit auch alles gesagt sein sollte.

Kategorie: Flop

Platz 9: Marcell Jansen (2008, 8 Mio., FC Bayern)

Der heutige Präsident erlebte den Niedergang des HSV hautnah mit, ehe er 2015 seine Profikarriere mit nur 29 Jahren beendete. Immerhin schaffte es Jansen mit den Rothosen zunächst zweimal ins Europa League-Halbfinale und war in 184 Spielen an 44 Toren beteiligt. Das Verletzungspech war der ständige Begleiter des Flügelspielers.

Kategorie: Mitläufer

Platz 8: Pierre-Michel Lasogga (2014, 8,5 Mio., Hertha BSC)

Als Leihspieler schoss Lasogga den HSV 2014 mit 14 Toren in 22 Spielen zum Klassenerhalt, wurde daraufhin festverpflichtet und bekam einen hochdotierten Vertrag. Wie so viele vor und nach ihm konnte der Mittelstürmer sein Niveau aber nicht halten. Mittlerweile kickt der 28-Jährige in Katar.

Kategorie: Überbezahlter Mitläufer nach gutem Start

Platz 7: Eljero Elia (2009, 9 Mio., Twente Enschede)

Der Linksaußen kam als eines der größten Talente der Niederlande zum HSV und legte in seiner ersten Halbserie gleich los wie die Feuerwehr. Dem vielversprechenden Start folgte aber nicht mehr viel. Nach zwei Jahren konnte Hamburg Elia immerhin ohne Verlust an Juventus weiterverkaufen.

Kategorie: Mitläufer

Platz 6: Thiago Neves (2008, 9 Mio., Fluminense)

Der Brasilianer sollte der neue Spielmacher werden, lebte sich aber nie ein und verschwand nach nur einem halben Jahr und sechs Bundesligaspielen wieder in die Heimat. Für immerhin sieben Millionen Euro konnte der HSV Neves 2009 nach Saudi-Arabien weiterverkaufen.

Kategorie: Flop

Platz 5: Walace (2016, 9,2 Mio., Grêmio)

Auch Walace kam direkt aus Brasilien – und zwar als frischgebackener Olympiasieger. Der Sechser entpuppte sich aber recht schnell als undisziplinierter Problemfall, der sein großes Potenzial viel zu selten ausschöpfen konnte. 2018 für sechs Millionen nach Hannover verkauft.

Kategorie: Flop

Platz 4: Marcus Berg (2009, 10 Mio., FC Groningen)

Bei der U21-EM 2009 war Berg mit sieben Treffern Torschützenkönig geworden und entsprechend heiß begehrt. Dass der HSV den Zuschlag für den Schweden erhielt, galt als Coup. Die hohen Erwartungen konnte der Mittelstürmer aber nie erfüllen, traf in 70 Spielen nur 13 Mal. 2013 ging es für Berg ablösefrei zu Panathinaikos Athen.

Kategorie: Flop

Platz 3: Vincent Kompany (2006, 10,5 Mio., RSC Anderlecht)

Seine zwei Jahre beim HSV waren verletzungsgeprägt, bei Manchester City legte Kompany anschließend eine Weltkarriere hin. Pikant: Der HSV verkaufte den späteren Kapitän der belgischen Nationalmannschaft mit zwei Millionen Euro Verlust nach England weiter.

Kategorie: Mitläufer

Platz 2: Rafael van der Vaart (2012, 13 Mio., Tottenham Hotspur)

Für die Rückkehr des verlorenen Sohns wurden seinerzeit alle Hebel in Bewegung gesetzt. Der geniale van der Vaart, der zwischen 2005 und 2008 die Hansestadt verzückt hatte, blitzte aber nur noch selten auf. Trotzdem: Für das verunsicherte Team war er noch eine Zeit lang als Führungsfigur wertvoll (37 Scorerpunkte).

Kategorie: Überbezahlter Mitläufer nach gutem Start

Platz 1: Filip Kostic (2016, 14 Mio., VfB Stuttgart)

Der Serbe kam als Absteiger vom VfB Stuttgart und ging zwei Jahre später als Absteiger zu Eintracht Frankfurt. Sein riesiges Potenzial, das Kostic nun am Main zeigt, blieb in Hamburg meist verborgen. Auch wenn der Serbe zwischenzeitlich einer der Lichtblicke im Team war.

Kategorie: Mitläufer

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