FC Bayern: So verbockte Reschke den Dembélé-Deal

Bereits in seinen ersten Monaten in Deutschland verzückt Ousmane Dembélé die Fans von Borussia Dortmund. Dass der BVB das Ausnahmetalent aber überhaupt bekam, liegt auch an einer peinlichen Panne beim FC Bayern.

Ousmane Dembélé begeisterte gegen Real mit tollen Dribblings
Ousmane Dembélé begeisterte gegen Real mit tollen Dribblings ©Maxppp

Michael Reschke gilt als Meister seines Fachs. Der Talentspäher und Kaderplaner zog für den FC Bayern bereits Ausnahmetalente wie Kingsley Coman, Joshua Kimmich oder Renato Sanches an Land. Stets bewies er früh seinen Riecher, ehe man mit anderen Vereinen ein Wettbieten hätte eingehen müssen. Doch auch die größten Könner liegen einmal daneben – so auch Reschke im Fall Ousmane Dembélé.

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Der Senkrechtsstarter der vergangenen Ligue 1-Saison blieb Reschke selbstverständlich nicht verborgen. Um neben Coman einen weiteren Nachfolger für die alternde Flügelzange Franck Ribéry und Arjen Robben an Land zu ziehen, nahm das Adlerauge fälschlicherweise Kontakt mit Dembélés ehemaligem Agenten auf und verhandelte sogar mit ihm. Das berichtet die ‚Sport Bild‘.

Doch Badou Sambague, der den Youngster zuvor betreute, war gar nicht mehr Dembélés Berater. Der damals noch 18-Jährige hatte sein Management mittlerweile in die Hände von Marco Kirdemir gelegt. Diese Info war jedoch noch nicht bis zu Reschke vorgedrungen. Während der Telefonate verlor der Bayern-Manager also wichtige Zeit, die schließlich Borussia Dortmund nutzte, um das umworbene Offensivjuwel unter Vertrag zu nehmen.

FT-Meinung: Die Schwarz-Gelben hatten sich durch ihr bereits lange währendes Interesse ohnehin schon in eine gute Ausgangsposition gebracht. Der Fauxpas beim FC Bayern könnte Dembélé schließlich den letzten Anstoß gegeben haben, sich gegen die Münchener und für den BVB zu entscheiden. Dort trumpft er nun mit Tricks, Toren und Vorlagen auf. Ein Spektakel, das die Bayern sich entgehen ließen.

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