Werders starker Saisonstart hängt auch mit den Leistungen zahlreicher Neuzugänge zusammen. Also jener Deals, für die Clemens Fritz noch vor Wochen so stark kritisiert wurde.
Stolze sechs externe Neuzugänge bot Daniel Thioune am gestrigen Samstag beim famosen 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg von Beginn auf. Rechnet man den festverpflichteten Karl Hein (24) hinzu, starteten die Bremer sogar mit sieben Sommertransfers.
Dass dabei noch nicht alle Rädchen ineinandergriffen, sollte niemanden verwundern. Aber vor allem in Hälfte zwei wurde sichtbar: Das Team lebt, hat eine starke Moral und verfügt darüber hinaus auch über eine gewisse fußballerische Qualität, die vorher von vielen Seiten rigoros abgesprochen wurde.
Sechs Neue also, von denen zwei in den allerletzten Stunden des Transfermarkts kamen: Rechtsverteidiger Arthur (23), Leihgabe von Bayer Leverkusen und gestern der überragende Spieler auf dem Platz, sowie Youri Regeer (23), der kurzfristig von Ajax Amsterdam losgeeist wurde, um den so schwerwiegenden Ausfall von Jens Stage (29) aufzufangen.
Riesige Fritz-Kritik im Sommer
Clemens Fritz, der außerdem noch den bislang angeschlagenen Linksverteidiger Moussa Ndiaye (24) holte, hat also hervorragend improvisiert. Zur Einordnung: Noch unmittelbar nach dem Deadline Day hatten Fritz nur acht Prozent der FT-User einen „zufriedenstellenden“ Schlussspurt attestiert, 65 Prozent beurteilten ihn mit „grausam“.
Klar ist: Werders Aufschwung ist erstmal nur eine Momentaufnahme. Doch man kann mit Sicherheit sagen, dass die Rückholaktionen von Niclas Füllkrug (33) und Eren Dinkci (24) etwas mit dem Teamgefühl gemacht haben. Regeer und auch Mittelfeldkollege Chuki (22) sind darüber hinaus feine Fußballer, die auch körperlich dagegenhalten.
Man darf also Fritz durchaus mal ein Lob aussprechen, nachdem er in den zurückliegenden Jahren fast ausschließlich (externe) Kritik abbekommen hatte.
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