BVB: Diese Probleme würde Depay lösen

Bis zum kommenden Montag wird sich entscheiden, ob Jadon Sancho Borussia Dortmund verlässt. Mit Memphis Depay soll der BVB bereits einen Nachfolger gefunden haben. Der niederländische Superstar kommt aber nicht nur als Sancho-Ersatz infrage. FT gibt eine Übersicht.

Memphis Depay (r.) feierte im Pokalfinale gegen PSG sein Verletzungscomeback
Memphis Depay (r.) feierte im Pokalfinale gegen PSG sein Verletzungscomeback ©Maxppp

Die Fakten liegen auf dem Tisch: Zahlt Manchester United 120 Millionen Euro Ablöse – auf einen Schlag oder auch in Raten – wechselt Jadon Sancho am Montag zurück nach England. Für den Fall der Fälle soll Borussia Dortmund bereits Kontakt zu Memphis Depay aufgenommen haben.

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Da der Vertrag des Niederländers bei Olympique Lyon in einem Jahr ausläuft, würde die Ablöse mit Sicherheit überschaubar ausfallen. Und da OL in der kommenden Saison nicht an der Champions League teilnehmen wird, gehen zumindest die französischen Journalisten davon aus, dass der Mannschaftskapitän auf seinen Abschied drängen wird.

Depay als Haaland-Backup...

Für Dortmund ist der Transfer also mit Sicherheit zu stemmen. Depay wäre für Dortmund aber nicht nur ein bloßer Sancho-Ersatz. Lucien Favre könnte mit dem 26-Jährigen gleich mehrere Baustellen schließen.

Zum einen wäre Depay ein echter Backup für Mittelstürmer Erling Haaland (20). Mit einer Größe von 1,76 Metern ist der mögliche Neuzugang zwar ein völlig anderer eher hängender Stürmertyp, in Lyon lief er aber bis zu seinem Kreuzbandriss im Dezember in ungefähr der Hälfte der Spiele im Sturmzentrum auf und erzielte auf dieser Position sechs seiner 14 Saisontore.

Trainer Rudi Garcia bot Depay aber auch regelmäßig auf der Zehn auf. Im offensiven Mittelfeld glänzte der 51-fache Nationalspieler als kreativer Spielgestalter und konnte zudem seine Torgefahr in die Waagschale werfen. Fünf Torbeteiligungen standen bis zur Verletzungspause zu Buche.

...und Alternative zu Reus

In Dortmund wäre Depay daher eine willkommene Alternative zum aktuell verletzten Marco Reus (31), dessen Rückkehr nach wie vor ungewiss ist. Julian Brandt (24) könnte dann dauerhaft auf der Acht auflaufen, auf der er sich ohnehin am wohlsten fühlt. Und Giovanni Reyna (17) könnte seinen begonnenen Reifeprozess in Ruhe und ohne allzu viel Druck fortsetzen.

Darüber hinaus würden Depays Stärke bei Standards aber auch sein Siegeswille und seine Führungsqualitäten dem ehrgeizigen und hochtalentierten BVB-Kader sehr gut zu Gesicht stehen. Bis zum kommenden Montag wird sich zeigen, ob Sancho den Verein verlässt und damit die Bahn freimacht für eine Verpflichtung der niederländischen Allzweckwaffe.

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