29 Spiele von Anfang an, dabei 14 Partien zu Null: Die Statistik von Torhüter Philipp Tschauner liest sich alles andere als schlecht, in Sachen weiße Weste weist er den Ligabestwert vor Julian Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern) und Kevin Müller (1. FC Heidenheim) auf. Kein Wunder, dass Sportchef Martin Bader den Kontrakt des 31-Jährigen erst kürzlich bis 2020 ausdehnte.

Auch am vergangenen Sonntag sorgte der gebürtige Schwabacher mit mehreren starken Paraden dafür, dass die Punkte gegen Fortuna Düsseldorf (1:0) in der HDI-Arena blieben. Tschauner hat sich mittlerweile zu einer absoluten Führungspersönlichkeit bei den Roten entwickelt. Und doch strebt man in Hannover nun die ganz große prominente Lösung für das Eckige an. Ins Auge gefasst hat man dabei offenbar sowohl einen aktuellen Schweizer Nationaltorhüter als auch einen ehemaligen Keeper der deutschen Nationalmannschaft.

Adler, Hitz und Gießelmann gehandelt

Wie der ‚kicker‘ berichtet, beschäftigt man sich an der Robert-Enke-Straße mit keinen geringeren Namen als René Adler vom Hamburger SV sowie Marwin Hitz vom FC Augsburg. Während Adlers Vertrag bei den Hamburgern im kommenden Sommer ausläuft und dieser somit ablösefrei zu den Niedersachsen wechseln könnte, sei Hitz hingegen lediglich ein Thema, sofern dieser mit dem FC Augsburg den Gang in Liga zwei antreten müsste. Der Kontrakt des Schweizers bei den Fuggerstädtern läuft noch bis 2018.

Abseits der Torwartposition laufen die Planungen offenbar ebenfalls auf Hochtouren. So soll neben den bereits gehandelten Dennis Aogo und Sidney Sam vom FC Schalke 04 auch Linksverteidiger Niko Gießelmann von der SpVgg Greuther Fürth in den Fokus der 96er gerückt sein. Darüber hinaus habe man den Vertrag mit Linksaußen Kenan Karaman per Option bis 2018 verlängert, eine offizielle Bestätigung der Hannoveraner steht noch aus.

WunschdenkenFT-Meinung: Ob man bei Hannover tatsächlich Verstärkungsbedarf auf der Torhüterposition sieht und ob eine Alternative der Marke Adler oder Hitz auch aus finanziellen respektive gehaltstechnischen Aspekten überhaupt realisierbar ist, erscheint fragwürdig. Darüber hinaus wird man Philipp Tschauner nach seiner erst kürzlich erfolgten Vertragsverlängerung und seinen hervorragenden Leistungen kaum einen Torhüter mit Startelf-Ambitionen vor die Nase setzen.