Im schlimmsten Fall muss Borussia Dortmund bis Mitte Februar auf Pierre-Emerick Aubameyang verzichten. Der führende der Bundesliga-Torschützenliste tritt für Gastgeber Gabun beim Afrika Cup an. Sollten die Zentralafrikaner das Finale am 5. Februar erreichen, muss Thomas Tuchel bei drei Bundesligapartien (inklusive dem Heimspiel gegen RB Leipzig) sowie aller Voraussicht nach auch im DFB-Pokal gegen Hertha BSC auf seinen Starspieler verzichten. An den Zustand gewöhnen muss sich der Cheftrainer aber wohl nicht.

Egal ob BVB-Fan oder nicht, der Traum von Pierre-Emerick Aubameyang ist für jeden Bundesligafan kein Geheimnis. Der 27-Jährige wird nicht müde zu betonen, dass er sich in Dortmund zwar pudelwohl fühlt, bei einem Angebot von Real Madrid aber nur zu gerne die Koffer packen und sich gen Spanien verabschieden würde. Allzu schnell wird die königliche Offerte aber voraussichtlich nicht an der Dortmunder Strobelallee einflattern.

Zidane lehnte Aubameyang ab

Nach Informationen der ‚Sport Bild‘ wurde der Name Aubameyang tatsächlich bei Real diskutiert. Nachdem der CAS die Transfersperre für den kommenden Sommer aufgehoben hat, wurden die Transferpläne erörtert. Zidane sprach sich dabei gegen eine Verpflichtung des Mittelstürmers aus. Demnach passt Aubameyang nicht in das Anforderungsprofil des früheren Weltfußballers.

Mit Gareth Bale und Cristiano Ronaldo stehen Zidane zwei Tempodribbler für den Flügel zur Verfügung. Im Zentrum braucht der Franzose demnach nicht die Geschwindigkeit eines Aubameyangs, sondern vielmehr einen echten Stoßstürmer. Mit Karim Benzema und Álvaro Morata stehen zwei solche Spielertypen bereits im Bernabéu unter Vertrag. Und auch Stürmer Nummer drei Mariano Díaz soll besser in das Konzept passen als der BVB-Star.

Hätte Real im kommenden Sommer in Dortmund angeklopft, wäre der BVB in die Bredouille gekommen. Sollte Zidane aber tatsächlich andere Pläne verfolgen, kann man dem Sommer durchaus gelassen entgegenblicken. „Ich habe nicht den Eindruck, dass er wechselwillig ist. Im Gegenteil zu den Spielern, die uns zuletzt verlassen haben, hat er einen sehr langfristigen Vertrag bis 2020. Wir möchten, dass er bei uns bleibt“, stellt Hans-Joachim Watzke klar.

FT-Meinung: Mit Real hat sich lediglich einer der Interessenten verabschiedet. Bleiben potente Topklubs wie Paris St. Germain oder Manchester City, die alle bereits den Finger gehoben haben. Aubameyang den Traum von Real zu verwehren, wäre für die Schwarz-Gelben zum Problem geworden. Eine Absage an die übrigen Klubs ist hingegen deutlich leichter zu rechtfertigen.