Mario Götze hat auf die Anfänge der Zusammenarbeit mit Lucien Favre bei Borussia Dortmund zurückgeblickt. Im Interview mit ‚Spox.com‘ und ‚DAZN‘ sagt der 26-Jährige: „Ich glaube, dass wir eine gewisse Anlaufzeit gebraucht haben. Am Anfang war es ein bisschen schwieriger. Ich musste mich an seine Idee und Philosophie gewöhnen, an das, was er fordert. Ich habe versucht, ihm zu zeigen, dass ich das auch kann und möchte.“

Götze weiter: „Ich kann nicht in seinen Kopf reinschauen, aber zum Ende der Hinrunde hatte ich zumindest das Gefühl, dass er darauf eingegangen ist. Das hat sich dann auch in den Einsatzzeiten widergespiegelt. Ich denke, dass ich der Mannschaft einen gewissen Wert geben kann, und dass der Trainer diesen auch schätzt.“ In den ersten sechs Bundesligaspielen kam Götze nicht zum Einsatz, fehlte mitunter sogar komplett im Spieltagskader.

Am sechsten Spieltag traf der Offensivmann dann aber als Joker gegen den FC Augsburg (4:3) und sicherte sich fortan seinen Platz in der BVB-Rotation. Im Wechselspiel mit Paco Alcácer darf Götze als verkappter Mittelstürmer ran. Eine Rolle, die er mittlerweile liebgewonnen hat. Besonders in den vergangenen fünf Partien drehte der Weltmeister auf und steuerte zwei Tore sowie drei Vorlagen bei. Der BVB hofft, dass Götze diese Form konservieren kann.

Reus & Alcácer fehlen gegen Tottenham

Schließlich steht am morgigen Mittwoch das Champions League-Achtelfinalhinspiel bei Tottenham Hotspur an. Da sowohl Alcácer (Schulterprobleme) als auch Kapitän Marco Reus (Muskelfaserriss) fehlen werden, liegt eine große Offensivlast auf Götze. Dass der einstige Golden Boy überhaupt nochmal in diese Situation kommt, ließ sich zu Saisonbeginn nicht unbedingt erahnen.

Doch Götze arbeitete sich Stück für Stück zurück – und darf darauf auch stolz sein. Er betont: „Man lernt mit der Zeit viel dazu, mit den Erlebnissen, die man hat, gerade im jungen Alter. Mit den Jahren entwickelt man eine gewisse Gelassenheit. Man findet immer neue Situationen vor und muss damit umgehen. Es ist eine Eigenschaft, die ich mir angeeignet habe. Dass ich für mich schaue, dass ich das Beste aus meiner Situation mache – unabhängig von externen Faktoren.“