Zu Beginn der Saison schien es fast so, als hätte die Wachablösung auf der Rechtsverteidigerposition des BVB begonnen. Thomas Tuchel ging mit Felix Passlack in die Saison, der das Vertrauen mit starken Leistungen zurückzahlte. Lukasz Piszczek nahm jedoch den Konkurrenzkampf an und setzte sich nach wenigen Spieltagen durch. Motiviert durch den Druck des früheren Dortmunder A-Jugend-Kapitäns lief der polnische Routinier zur Höchstform auf und war bislang an neun Treffern direkt beteiligt.

Dennoch sondieren die Schwarz-Gelben den Markt und sollen sich nach einem Nachfolger umsehen. In Portugal wurde man nun offenbar fündig. Wie die Sporttageszeitung ‚Record‘ berichtet, hat Sven Mislintat persönlich Nélson Semedo von Benfica Lissabon ins Visier genommen. Der 44-jährige Chefscout der Dortmunder reiste am vergangenen Samstag nach Portugal, um den Rechtsverteidiger beim Spiel gegen Paços de Ferreira unter die Lupe zu nehmen. Beim torlosen Remis lieferte Semedo eine anständige Partie ab, konnte aber vor allem offensiv kaum Akzente setzen.

Neben der Borussia verfolgt auch der FC Bayern seit geraumer Zeit die Entwicklung des portugiesischen Nationalspielers. Bei den Münchenern nimmt Philipp Lahm im Sommer den Hut. Der Rekordmeister betonte aber zuletzt, dass die Rechtsverteidigerposition intern neu besetzt werden soll. Als Favorit gilt Joshua Kimmich, der die Position auf der Außenbahn auch regelmäßig in der DFB-Elf bekleidet.

WunschdenkenFT-Meinung: Semedo ist ein überaus interessanter Spieler, wäre für den BVB aber alles andere als ein Schnäppchen. Der gebürtige Lissaboner mit Wurzeln auf Kap Verde steht noch bis 2021 unter Vertrag und besitzt eine Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro. Ein Preis, den der Vizemeister mit Sicherheit nicht bezahlen würde. Zumal aktuell nicht der allergrößte Bedarf besteht. Piszczek ist nach wie vor in bestechender Form und Passlack befindet sich dahinter in Lauerstellung.