Auf der Suche nach einer Verstärkung für die dünn besetzte Innenverteidigung leitet der FC Chelsea offenbar konkrete Schritte ein. Das britische ‚ESPN‘ berichtet, dass sich die Blues auf Niklas Süle festgelegt haben. Demzufolge bereitet der Tabellenführer der Premier League ein Angebot für den jungen Führungsspieler von der TSG Hoffenheim vor. Laut ‚ESPN‘ könnte allerdings – ganz abgesehen von der Reaktion der Hoffenheimer – der FC Bayern dazwischenfunken, der ebenfalls „eine Offerte für den Spieler erwägen“ soll.

Bekannt ist: Die Münchner haben Süle längst auf dem Schirm. Der Rekordmeister scoutet den 21-jährigen Rechtsfuß intensiv. Doch das Interesse der Bayern galt bislang eigentlich eher als perspektivisch. Von dem akuten Wunsch, den 1,95 Meter-Hünen sofort unter Vertrag zu nehmen, war bis dato nicht die Rede.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem er nicht mehr zu halten ist“, sagte Hoffenheim-Manager Alexander Rosen erst vor wenigen Tagen. Von einem baldigen Abschied des hochveranlagten Eigengewächses geht er jedoch nicht aus: „Ob das schon nächsten Sommer sein muss, halte ich für keinesfalls sicher. Ein international geachtetes Top-Talent wie Niki weckt einfach Interesse. Er sieht, was er hier an dem Trainer und am Umfeld hat. Dass er hier die Sicherheit hat, regelmäßig zu spielen, wenn er gesund ist. Das hätte er nicht überall. Deshalb ist ein Wechsel aktuell kein Thema.“

FT-Meinung: Chelsea müsste schon mit einem exorbitanten Angebot um die Ecke kommen, um Hoffenheim aus der Reserve zu locken. Schließlich ist Süle noch bis 2019 an den Klub gebunden. Und möglicherweise spielen die Bayern – wenn sie auch keinen Wintertransfer forcieren – letztlich doch eine Rolle. Denn mit einem Wechsel zu den Blues würde sich Süle ein zukünftiges Engagement in München vorerst verbauen.