Auch wenn die beiden Klubs in der Bundesliga derzeit punktgleich gegen den Abstieg kämpfen, könnten die Voraussetzungen vor dem fünften Spieltag der Europa League-Gruppenphase gegensätzlicher kaum sein. Während die Eintracht mit einem Sieg in Bordeaux sicher international überwintern würde, muss Freiburg in Liberec unbedingt etwas Zählbares holen, will man weiter die europäische Bühne im Breisgau genießen.

Girondins Bordeaux – Eintracht Frankfurt

So unrund es für die Eintracht dieses Jahr in der Bundesliga laufen mag, so rund läuft es in der Europa League. Die ersten drei Begegnungen konnte man souverän und spielerisch teilweise überzeugend gewinnen. Mit einem Unentschieden stünde die SGE bereits in der Zwischenrunde. Damit das gelingt, werden in Bordeaux am heutigen Donnerstagabend (21.05 Uhr) rund 12.000 Frankfurt-Fans erwartet, die ihr Team in gewohnter Manier nach vorne peitschen werden. „Wir wollen jetzt noch einen drauf setzen und im nächsten Jahr dabei sein“, legt Kapitän Pirmin Schwegler die Marschroute fest.

Armin Veh muss allerdings die bittere Pille schlucken, dass Eintracht-Fixpunkt Alex Meier beim Auswärtsspiel in Frankreich fehlen wird. Den wichtigsten Frankfurter plagen nach wie vor Probleme mit der Patellasehne. Zudem muss der Coach der Hessen auf Bamba Anderson, Marco Russ und Stefan Aigner verzichten.

Wir müssen halt als Mannschaft zusammenhalten und das Beste daraus machen“, gibt sich der Schweizer Schwegler dennoch zuversichtlich und appelliert an den Mannschaftsgeist. Bei einem Weiterkommen hofft die SGE sicherlich auch, die Europa League-Euphorie endlich mit in die Bundesliga zu tragen und sich vor der Winterpause noch etwas Luft auf die Abstiegsränge verschaffen zu können.

FT-Tipp: 2:2




Slovan Liberec – SC Freiburg

Bei Minusgraden wird es für die Breisgauer am heutigen Dienstagabend (19 Uhr) vor allem auf die Einstellung ankommen. Das Team von Christian Streich muss zeigen, dass es unbedingt die Zwischenrunde erreichen will. Fußballerisch läuft es derzeit nicht rund beim Sportclub – würde es auf eisigem Geläuf im Stadion U Nisy zu Liberec heute Abend aber wohl so oder so nicht.

Im Hinspiel sahen die Freiburger lange Zeit wieder sichere Sieger aus, ehe zwei katastrophale Schnitzer von Keeper Oliver Baumann und Admir Mehmedi zum unglücklichen 2:2 führten und somit den Negativ-Trend der Breisgauer auf internationaler Ebene einleiteten. Dabei plagen die Freiburger nach wie vor personelle Engpässe. So fallen mit Julian Schuster, Mensur Mujdza und Jonathan Schmid drei wichtige Stammkräfte aus. Zudem ist auch Star-Einkauf Vladimir Darida mit einer Bauchmuskelzerrung zu Hause geblieben.

Auf der Pressekonferenz war Freiburg-Coach Streich zu entnehmen, dass ein Sieg beim anstehenden Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag wichtiger sei. „Um weiterzukommen, müssen wir gewinnen und wir werden alles dafür tun, dass wir als Sieger vom Platz gehen“, gibt sich der eigenwillig-sympathische Übungsleiter dennoch kämpferisch.

Freiburg belegt derzeit Rang drei in Gruppe H, drei Punkte hinter dem heutigen Gegner Liberec. Bei einem Sieg gegen die Tschechen hätten die Badener das Weiterkommen deshalb zu Hause gegen den FC Sevilla in eigener Hand. Der aktuelle Tabellenvierte der tschechischen Gambrinus-Liga verlor bisher jedoch keins seiner vier Begegnungen. Einen Sieg und drei Unentschieden weist die Bilanz von Slovan auf. Freiburg muss heute also schon einen Sahne-Tag erwischen, will man den dreifachen Meister schlagen.

FT-Tipp: 1:1