Viele wichtige Duelle werden schon lange bevor sich die Teams auf dem Rasen gegenüberstehen ausgefochten. Das Schlachtfeld, auf dem sich die Klubs außerhalb der Arenen gegenüberstehen, heißt Transfermarkt. Wer wechselwilligen Topstars die besten Perspektiven in finanzieller wie auch sportlicher Hinsicht bieten kann, hat auch gute Chancen am Ende der Spielzeit in der Tabelle weit oben zu stehen. Ohne die alte Diskussion, ob Geld Tore schießt oder nicht, anstoßen zu wollen, eine auffallende Kongruenz zwischen Tabellenplatz und Finanzkraft eines Klubs ist in der Regel erkennbar.

Erfolge am Verhandlungstisch, können also in Erfolge auf dem Rasen übersetzt werden. Ein Spieler, der zu einem solchen vorsaisonalen Bigpoint werden könnte, ist Karim El Ahmadi von Feyenoord Rotterdam. Sowohl der Hamburger SV als auch der FC Schalke 04 sollen laut Berichten der niederländischen Website ‚soccernews‘ am marokkanischen Nationalspieler interessiert sein. Der 25-Jährige ist im zentralen defensiven Mittelfeld zu Hause, gilt als zweikampfstarker, passsicherer Stratege. Beim HSV könnte El Ahmadi als Ersatz für den abwanderungswilligen Zé Roberto an der Seite von David Jarolim angedacht sein.

Dagegen sind die Gerüchte um einen Wechsel nach Gelsenkirchen eher mit Vorsicht zu genießen. Der Kader der ‚Knappen‘ ist ohnehin zu groß und mit Ivan Rakitic, Peer Kluge, Joel Matip und dem wiedergenesenen Jermaine Jones bewerben sich gleich vier Kandidaten um die Positionen im zentralen Mittelfeld. Die Verpflichtung eines weiteren zentralen Mittelfeldspielers ist daher eher unwahrscheinlich, zumal sich die ‚Königsblauen‘ auf keinerlei finanzielle Abenteuer einlassen können. Sollte sich Felix Magath also von keinem seiner Strategen trennen, wird El Ahmadis Zukunft wohl kaum auf Schalke liegen, eher noch im Norden Deutschlands.



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