Die Ansage ist deutlich: Wir müssen morgen gewinnen.“ Auf der Pressekonferenz vor dem Champions League-Auftakt von Bayer Leverkusen verzichtete Trainer Peter Bosz wohltuend auf Understatement.

Heute Abend (21 Uhr) empfängt die Werkself Lokomotive Moskau. Und auch wenn die Russen mit Benedikt Höwedes, Grzegorz Krychowiak, João Mário und Fedor Smolov durchaus über schick dekorierte Akteure verfügen: Für Bayer ist es ein Pflichtsieg.

Todesgruppe D

Das liegt insbesondere an der Stärke der eigenen Gruppe D. Denn mit Juventus Turin und Atlético Madrid bekam Leverkusen zwei echte Hochkaräter zugelost, die im Parallelspiel die Pole Position unter sich ausmachen.

Will Bayer also ein Wörtchen um den Achtelfinaleinzug mitreden, helfen gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner nur drei Punkte. Bosz wird im Endspiel zum Auftakt also noch mehr als ohnehin gewohnt auf volle Offensive setzen.

Demirbay für Baumgartlinger

Am Samstag in Dortmund (0:4) brachte der Niederländer mit Julian Baumgartlinger noch einen zweiten gelernten Sechser von Beginn an. Da Kerem Demirbay aber wieder an Bord ist, muss der Österreicher wohl weichen.

Auch Nadiem Amiri dürfte zurück auf die Bank wandern. Seine Chance beim BVB nutzte der Neuzugang aus Hoffenheim nicht. Leon Bailey und Moussa Diaby streiten sich um den freien Platz auf der linken Außenbahn.

Kann Havertz liefern?

Viele Augen sind auch auf Kai Havertz gerichtet. Das Ausnahmetalent will und muss die Königsklassen-Bühne nutzen, um seinem Namen international noch mehr Gewicht zu verleihen. Schließlich soll im Sommer der große Schritt zu einem Topklub erfolgen.

Zunächst gilt es aber – sowohl für Havertz als auch für sein Team – positiv in die aktuelle Champions League-Runde zu starten. Und eines ist dabei klar: Für Bayer zählt nichts anderes als ein Sieg. Die Ansage des Trainers war schließlich deutlich.

Die voraussichtliche Bayer-Startelf