Luftig ist es geworden im Kader von Schalke 04. Nach den Abgängen von Benedikt Höwedes (Juventus Turin) und Johannes Geis (FC Sevilla) sogar luftiger als eigentlich geplant.

Ein Akteur könnte Königsblau trotzdem noch den Rücken kehren: Donis Avdijaj, der nach wie vor verliehen werden soll. Nach einer Vollzugsmeldung sieht es derzeit aber nicht aus. Die Tendenz steht klar auf Verbleib. „Er bleibt zu 80 Prozent auf Schalke“, schätzt Berater Karsten Schmidt im Gespräch mit FT die Lage seines Klienten ein.

Transferfenster in Tschechien und der Türkei noch offen

Dennoch: Ein Wechsel ist weiterhin möglich. Denn während die europäischen Topligen ihre Pforten seit vergangener Woche geschlossen haben, gibt es zwei Ligen, die sowohl die sportlichen als auch die zeitlichen Rahmenbedingungen noch erfüllen: Die türkische Süper Lig und die tschechische HET liga.

Und sollte es bei Avdijaj noch eine Veränderung geben, dann geht es wohl nach Tschechien. Insbesondere Sparta Prag wäre eine spannende Option, wie FT erfuhr. Aber auch Stadtrivale Slavia sowie Viktoria Pilzen. Einen Draht gibt es derzeit aber (noch) zu keinem der Klubs.

Türkei weniger attraktiv

Die Türkei ist für den Offensivallrounder zwar eine Option, aufgrund der instabilen politischen Lage sowie teils ausbleibender Gehaltszahlungen aber deutlich unattraktiver als Tschechien.

Konkrete Angebote liegen aktuell aus keiner der beiden Ligen vor. Dabei hatte es einige konkrete Gespräche gegeben, wie Berater Schmidt verrät. In fortgeschrittenen Verhandlungen befand man sich etwa mit APOEL Nikosia. Bei den Zyprern scheiterte die Leihe jedoch an der erfolgreichen Champions League-Qualifikation, nach der man sich anderweitig verstärkte.

Gespräche mit deutschen Klubs

AEK Athen bemühte sich zwischenzeitlich ebenfalls intensiv um die Dienste des Schalker Eigengewächses. Auch mit mehreren Zweitligisten und einem Vertreter der Bundesliga war Avdijaj in Gesprächen. Interesse gab es darüber hinaus aus der englischen Championship, den Niederlanden und Norwegen.

Doch bei allen Offerten stimmte das Gesamtpaket am Ende nicht. Berater Schmidt betont aber, es habe in keinem der Fälle am Geld gelegen, das nebensächlich sei. Avdijaj ist zu Gehaltsabstrichen bereit, ebenso wie Schalke willens wäre, einen Teil des Gehalts bei einer Leihe zu übernehmen.

Sportlicher Anspruch, Entwicklungsperspektive und die Aussicht auf ausreichend Spielpraxis müssen sich aber vertragen. Andernfalls bleibt der Youngster in Gelsenkirchen, wo sein Vertrag noch bis 2019 datiert ist. Wenn er von seiner Länderspielreise aus dem Kosovo zurück ist, wird sich Avdijaj noch einmal intensiv mit einem Leihgeschäft befassen. Etwas Zeit bleibt – er aber auch tendenziell auf Schalke.