Den Saisonstart hatten sich die Verantwortlichen von Paris St. Germain anders vorgestellt. Zwar liegt das mit 140 Millionen Euro verstärkte Team in der Ligue 1 mit Platz zwei im Soll, die Spielweise des Starensembles entspricht allerdings nicht den Vorstellungen von Präsident und Geldgeber Nasser Ghanim Al-Khelaïfi.

Gleicher Meinung wie der Katari ist offenbar Superstar Zlatan Ibrahimović. Der Schwede, der die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti regelmäßig vor schlechten Ergebnissen bewahrt hat, war auch beim 2:2 am Sonntag gegen Olympique Marseille mit einem Doppelpack der entscheidende Mann. Im Anschluss an die Partie erlegte sich der 31-Jährige eigens ein Redeverbot auf.

Schon an den Journalisten fegte Ibrahimović wortlos vorbei, in der Kabine soll sein Mitteilungsbedürfnis laut französischen Medien nicht größer gewesen sein. Der ehemalige ‚Rossoneri‘ ist gefrustet, dass das Zusammenspiel bei PSG zu wünschen übrig lässt. Ibrahimović ist der permanente Druck auf ihm als Einzelperson zuwider.

Außer Form befindet sich in der Anfangsphase der Saison vor allem Javier Pastore. Der Argentinier, der im vergangenen Sommer für 42 Millionen Euro an die Seine wechselte, steht zwar regelmäßig in der Startformation, ebenso häufig enttäuscht der 23-Jährige jedoch auch. Schuld daran ist nach Ansicht einiger Teamkollegen die unprofessionelle Vorbereitung des Nationalspielers auf die Spiele. Oft hält sich seine Freundin Chiara Picone in eigentlich nur für die Spieler vorgesehenen Bereichen auf, zuletzt sogar im Flieger von Marseille zurück nach Paris.

Die Stimmung bei PSG ist geladen. Mit Ibrahimović und Pastore sorgen zwei Hauptdarsteller – wenn auch auf unterschiedliche Weise – für eisige Atmosphäre. Die Probleme zu beheben liegt nun bei Ancelotti, weitere teure Neuzugänge helfen in dieser Situation nicht weiter.