Fabian Ernst lässt seine Profikarriere in der sechsten Liga beim OSV Hannover ausklingen. „Irgendwo in einem Team zu spielen, zu dem ich keine emotionale Bindung habe, das hätte keinen Spaß mehr gemacht“, zitiert die ‚Welt‘ den 35-Jährigen, der in den vergangenen fünf Jahren in der Türkei zunächst bei Besiktas Istanbul und im Anschluss bis Ende Juni dieses Jahres beim Kasimpasa unter Vertrag stand, „irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man für sich und seine Familie einen Lebensmittelpunkt finden will. Für uns war früh klar, dass das meine Heimatstadt Hannover sein soll.

Das ist gerade für meine jungen Spieler ein echter Hammer. Fabian hat eine unfassbare Ausstrahlung, die können so viel von ihm lernen“, freut sich Biniam Hadera, Trainer des bislang ungeschlagenen Tabellenführers der Landesliga Hannover. Wie der Übungsleiter des früheren Zweitliga-Klubs verrät, scheute Ernst auch die Vorbereitungseinheiten auf dem Ascheplatz nicht. Auf das Profigeschäft hatte der frühere Bundesliga-Profi und 23-malige Nationalspieler schlicht keine Lust mehr. „Der Zwang des Profiseins ist weg, jetzt ist alles mit wesentlich mehr Spaß verbunden. Das ist schon auch ein Stück weit befreiend“, so Ernst, der noch lange nicht ans Aufhören denkt, „vielleicht mal mit 60 oder so. Aber so schnell ist da kein Ende in Sicht.