In der österreichischen Bundesliga kaufte sich Red Bull bereits vor fast zehn Jahren ein und übernahm den Traditionsklub SV Austria Salzburg. Es folgten Investitionen in den Kader und seit 2007 fünf Meistertitel. Nach der Übernahme der MetroStars in New York 2006 stieg der Energiedrink-Hersteller 2009 in Leipzig ein. Seitdem ist der frühere Oberliga-Klub auf dem besten Wege ist das deutsche Fußball-Oberhaus. In den europäischen Topligen ist Dietrich Mateschitz mit seinen Klubs noch nicht angekommen. Der Milliardär will aber offenbar auch auf dem lukrativen englischen Markt Fuß fassen.

Wie die ‚Yorkshire Evening Post‘ berichtet, meldeten sich Vertreter des österreichischen Konzerns bei Leeds United. „Wir sprachen mit einem Agenten, der sagte, dass er im Auftrag von Red Bull handle“, offenbart der italienische Leeds-Besitzer Massimo Cellino, der 75 Prozent der Anteile am englischen Zweitligisten in der vergangenen Saison erwarb, „ich weiß nicht genau, was Red Bull wollte.

Laut der englischen Lokalzeitung will Red Bull auf dem englischen Fußballmarkt Fuß fassen und wollte alle Anteile des Renommierklubs aus der Grafschaft West Yorkshire kaufen. Cellino sei aber nur bereit, Anteile des Vereins zu veräußern, um das Stadion an der Elland Road zurückzukaufen, dass aufgrund der finanziellen Schieflage 2004 verkauft wurde. Dies kommt für Red Bull, die den Marktwert auf rund 70 Millionen Euro schätzen, aber offenbar nicht infrage.

Das wäre ein Witz

Ich werde Leeds United nicht verkaufen. Diese Gerüchte sind zu 100 Prozent falsch. Als ich Cagliari Calcio besaß, entschied ich mich zu verkaufen und tat dies kund. Wenn ich nun Leeds verkaufen wollte, würde ich das ebenfalls öffentlich bekanntgeben. Ich bin nicht hierher gekommen und habe den Klub gekauft, um ihn nach sechs Monaten wieder zu verkaufen. Das wäre ein Witz.“

Bei Leeds beißt sich Mateschitz offenbar die Zähne aus. Es ist aber sicher nur eine Frage der Zeit, bis Red Bull ein passendes Investitionsziel in England gefunden hat. Zumal die Regeln für den Einstieg von Investoren auf der britischen Insel wesentlich lockerer sind als in Deutschland.