Knapp bei Kasse: Bayerns schleppender Transfersommer

Viele Neuzugänge kann der FC Bayern für die anstehende Saison noch nicht vermelden. Sollte der Rekordmeister noch Spieler abgeben, könnte bis zum Ende der Transferperiode noch Schwung ins Geschehen kommen.

Julien Nagelsmann während dem Testspiel gegen die SSC Neapel
Julien Nagelsmann während dem Testspiel gegen die SSC Neapel ©Maxppp

Beim FC Bayern verlief der Transfersommer bislang ruhig. Ungewöhnlich für den Rekordmeister, der eigentlich immer sehr geschäftig ist, wenn es darum geht, in der Saisonvorbereitung die Mannschaft für die anstehende Spielzeit zu verstärken. Ob sich das noch ändert, hängt vor allem mit möglichen Abgängen und damit einhergehenden Einnahmen zusammen.

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Gegenüber ‚Sport1‘ ließ Trainer Julian Nagelsmann verlauten: „Als Fußball-Klub haben wir aber die Aufgabe, den Transfermarkt immer zu sondieren.“ Doch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen finanziellen Einbußen machen auch vor dem Weltklub von der Säbener Straße nicht Halt.

Coman & Colisso könnten Spielraum schaffen

Die Vertragsgespräche mit Flügelflitzer Kingsley Coman (25) liegen offenbar auf Eis. Der Angreifer ist noch bis 2023 gebunden, Sportvorstand Hasan Salihamidzic möchte verhindern, mit dem Weltmeister ins letzte Vertragsjahr zu gehen. Das würde die Verhandlungsposition der Bayern in Gesprächen mit anderen Vereinen enorm schwächen. Doch derzeit scheint es keinen liquiden Interessenten für Coman zu geben.

Auch Corentin Tolisso (26) ist ein Verkaufskandidat. Bei ihm brach das letzte Vertragsjahr bereits an. 2022 könnte der Mittelfeldspieler ablösefrei wechseln. Neben Juventus Turin soll nun auch West Ham United die Fühler nach Tolisso ausstrecken. Sollte sich ein Klub dazu durchringen, eine ansprechende Ablöse zu zahlen, wären die Bayern zu einem Verkauf bereit.

Mögliche Zugänge teuer

Nagelsmann weiß um die schwierige Situation. „Wenn nichts auf dem Markt ist, haben wir einen guten Kader“, so der 34-Jährige. Bekannt ist, dass auf der Rechtsverteidiger-Position eine offensivere Alternative zu Benjamin Pavard (25) gesucht wird. Auch im zentralen Mittelfeld wäre ein weiterer „Topspieler“ den Nagelsmann-Plänen zuträglich, berichteten ‚Sport Bild‘ und ‚kicker‘ übereinstimmend. Finanzierbar müssen potenzielle Neuzugänge aber auch sein.

Sollte Coman die Bayern noch verlassen, wird man die Position neu besetzen. Ein Kandidat dafür ist Antony (21) von Ajax Amsterdam. Für Coman wurden nach FT-Infos 100 Millionen Euro Ablöse ausgerufen. Ein Betrag, der zu Corona-Zeiten abschreckend und nicht als Verhandlungsbasis verstanden werden darf. Sollte ein Verein die Summe aufbringen, wären Neuzugänge für die drei Kaderbaustellen der Bayern jedoch gegenfinanziert.

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