Juwel Adeyemi: Ungeschliffen, aber schon schimmernd

45 Minuten durfte Karim Adeyemi beim gestrigen 1:4 gegen Eintracht Frankfurt ran. Bei den insgesamt enttäuschenden Salzburgern zählte der 18-jährige Deutsche zu den wenigen Lichtblicken. Sein riesengroßes Potenzial deutete Adeyemi mehrfach an.

Karim Adeyemi steht in der Bundesliga hoch im Kurs
Karim Adeyemi steht in der Bundesliga hoch im Kurs ©Maxppp

Vor einigen Wochen noch stand Karim Adeyemi bei den Spitzenklubs der Bundesliga ganz oben auf der Wunschliste. Vor rund einem Monat verlängerte der deutsche U18-Nationalspieler dann aber seinen Vertrag bei RB Salzburg bis 2024. Ein Wechsel zurück nach Deutschland ist somit vorerst abgehakt. Bayern, Dortmund und Co. müssen sich darauf beschränken, das Juwel weiter genau unter die Lupe zu nehmen.

Das dürfte unter anderem beim gestrigen 1:4 der Österreicher gegen Eintracht Frankfurt geschehen sein. Nach 45 Minuten brachte Salzburg-Trainer Jesse Marsch den 18-jährigen Linksfuß aufs Feld. Gleich in seinen ersten Aktionen ließ Adeyemi dann seine unglaubliche Geschwindigkeit aufblitzen.

Adeyemi als Aktivposten

Im direkten Zweikampf mit dem körperlich sehr robusten Almamy Touré (23) stieß Adeyemi allerdings bisweilen an seine Grenzen. Die Folge: Der gebürtige Münchner und frühere Jugendspieler der Bayern rückte von der linken Außenbahn vermehrt ins Zentrum. Dort verbuchte er dann eine gute Einschussmöglichkeit, scheiterte aber per Direktabnahme an Kevin Trapp.

Dass aus seiner gut getimten Kopfballablage später im Spiel der Elfmeter für die Salzburger resultierte, ist kein Zufall. Adeyemi war an fast jeder Offensivaktion direkt beteiligt, auch wenn er das Einzelspiel bisweilen übertrieb.

Sichtbar wurde aber (nicht nur für die anwesenden Vereinsscouts): In dem schnellen Dribbler schlummert riesengroßes Potenzial. In der Rückrunde dürfte er nach den Abgängen der Offensivreihe um Erling Haaland (19, Borussia Dortmund), Takumi Minamino (24, FC Liverpool) und Anderson Niangbo (20, KAA Gent) zu deutlich mehr Einsatzzeiten kommen. Das Interesse aus Deutschland wird dann automatisch wieder akuter. Auch wenn sein Vertrag im Gegensatz zu vielen älteren Arbeitspapieren in Salzburg dem Vernehmen nach keine Ausstiegsklausel beinhaltet.

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