Magath pocht nicht auf Verträge: "Jeder kann gehen"

In den vergangenen Jahren hat sich Felix Magath den Titel des Chefeinkäufers der Liga erarbeitet. Ob der VfL Wolfsburg im Sommer abermals erhöhte Fluktuation aufweist, bleibt abzuwarten. Auf Verträge pocht der Trainer-Manager jedenfalls nicht.

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Felix Magath lässt alle unzufriedenen Spieler ziehen
Felix Magath lässt alle unzufriedenen Spieler ziehen ©Maxppp

20 Neuzugänge präsentierte der VfL Wolfsburg alleine in dieser Saison, bis auf Srdjan Lakić gehen alle auf die Kappe von Felix Magath. Der Verein befinde sich im Umbruch, wird der Trainer-Manager nicht müde zu betonen, dass die Fluktuation auf dem Weg zur Champions League nötig sei. Nicht ausgeschlossen, dass der personelle Wandel im kommenden Sommer weitergeht.

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Zumal der Kader mit 36 Profis übermäßig aufgebläht ist – die vielen Ausgeliehenen wie Koo Ja-Cheol (FC Augsburg) oder Tolga Cigerci (Borussia Mönchengladbach), die im Sommer womöglich den Weg zurück finden, nicht mitgerechnet. Dass viele unzufriedene Spieler den Klub verlassen wollen, ist sicher. Und Magath würde sie nicht aufhalten. „Ich bin immer gesprächsbereit“, betont er in der ‚Sport Bild‘, „jeder Spieler, der gehen will, kann gehen. Wenn jemand nicht bleiben will, bringt er auch nicht mehr seine beste Leistung.

Unter Wert lasse er allerdings keinen Spieler ziehen, unterstreicht Magath, was Patrick Helmes im Winter leidvoll erfahren musste. Der vorübergehend aussortierte Stürmer war sich mit Zweitligist Eintracht Frankfurt einig, der Transfer scheiterte allerdings an Magaths Ablöseforderungen. Sechs Millionen Euro soll der Trainer-Manager der ‚Wölfe‘ verlangt haben.

Mittlerweile zählt Helmes wieder zum Stammpersonal und ist Sinnbild des Wolfsburger Aufschwungs. Ähnlich wie Mario Mandžukić, der den Klub nach gescheiterten Vertragsverhandlungen im Winter angeblich verlassen wollte. „Es gibt immer Gerüchte, aber ein konkretes Angebot habe ich nicht vorliegen“, kommentiert Magath, „und es stimmt auch nicht, dass er sich bei uns nicht wohlfühlt.

Mittlerweile haben sich beide in der Gunst des Trainers wieder nach oben gespielt. „Beide haben Verträge, die noch über die kommende Saison hinausgehen. Es gibt nicht die Absicht, sich von den Spielern zu trennen“, stellte Magath an Ostern im ‚NDR‘ klar. Ausgeschlossen ist es nach seiner eigenen Logik jedoch nicht. Zumindest zwischen Helmes und der Eintracht soll noch reger Kontakt herrschen.

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