Vier Eisen im Transfer-Feuer: Raiola sahnt wieder ab

Mino Raiola polarisiert – vermutlich auch in diesem Sommer wieder. Denn dem Star-Berater steht ein arbeitsreicher Transfermarkt bevor. An dessen Ende wird Raiolas Konto einmal mehr um viele Millionen schwerer sein.

Mino Raiola betreut Matthijs de Ligt und Paul Pogba
Mino Raiola betreut Matthijs de Ligt und Paul Pogba ©Maxppp

Mino Raiola ist mindestens genauso berüchtigt wie berühmt. Mit dem italienischen Spielerberater setzt sich kaum ein Funktionär gerne an den Verhandlungstisch. Raiola ist einer, der seine Forderungen und die seiner Spieler durchsetzt – mit welchen Mitteln auch immer. Raiola liebt die Grauzone.

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Manchester United-Legende Alex Ferguson nannte den Agenten einmal einen „Scheißkerl“, BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte im Nachgang der Mkhitaryan-Verhandlungen: „Raiola ist intelligent, und er ist brachial. Er hat ein gewisses Geschäftsmodell, aber das wussten wir schon, als wir uns wegen Mkhitaryan mit ihm an einen Tisch gesetzt haben.“

Rekord-Sommer 2016

Im Sommer 2016 verfrachtete Raiola gleich drei Spieler zu Manchester United. Neben Henrikh Mkhitaryan (42 Millionen) unterschrieben auch Zlatan Ibrahimovic (ablösefrei) und Paul Pogba im Old Trafford. Vor allem der Franzose sorgte mit seiner damaligen 105-Millionen-Weltrekordablöse für einen Geldregen.

Am Pogba-Deal verdiente Raiola durch Vermittlungs- und Beratergebühren 49 Millionen Euro, enthüllte ‚Football Leaks‘. United, Pogba und Juventus Turin entlohnten den Agenten. Der 51-Jährige weiß, wo die großen Scheine liegen, doch auch Watzke betonte: „Raiola hat sich in der ganzen Personalie Mkhitaryan korrekt verhalten.“

Pogba-Geldregen Teil zwei?

In der kommenden Sommer-Transferperiode wird Raiola erneut abkassieren. Für den dicksten Scheck könnte dann wieder Pogba sorgen. Der Weltmeister soll seinen Teamkollegen in Manchester schon mitgeteilt haben, wechseln zu wollen. Real Madrid, Paris St. Germain und eine Ablöse von über 100 Millionen Euro werden gehandelt.

Ein heißes Raiola-Eisen im Transferfeuer ist zudem Matthijs de Ligt. Der 19-jährige Ajax-Kapitän wird Amsterdam wohl Richtung FC Barcelona verlassen, wo Teamkollege Frenkie de Jong bereits unterschrieben hat. Für de Ligt werden 70 Millionen aufwärts aufgerufen, Raiola ist zwar nicht sein Stamm-Berater, tritt aber als Vermittler auf.

Italien-Duo am Scheideweg

Ein prominenter Name im Portfolio des exzentrischen Agenten ist auch Mario Balotelli. Dessen Vertrag bei Olympique Marseille läuft aus. Neuer Verein oder Verlängerung – dem Enfant terrible und Raiola könnte ein nettes Handgeld oder Unterschriftsbonus ins Haus stehen.

Offen ist darüber hinaus die Zukunft von Juve-Juwel Moise Kean (19/Kontrakt bis 2020). Topklubs haben den jungen Stürmer im Visier, die Alte Dame will verlängern. Raiola wird den besten Deal ausfindig machen – für Spieler und Geldbeutel.

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