VfB: Mislintat über Kalajdzic, Haaland & eine Jobgarantie für Matarazzo

Sven Mislintat ist als Sportdirektor des VfB Stuttgart für die Kaderplanung der Schwaben verantwortlich. Der 48-Jährige hat einen klaren Plan im Kopf.

Sven Mislintat ist als Sportdirektor beim VfB Stuttgart tätig
Sven Mislintat ist als Sportdirektor beim VfB Stuttgart tätig ©Maxppp

Neuzugang Chris Führich brach sich am Freitag das Schlüsselbein und fällt rund zwei Monate aus. Zu Aktionismus führt das beim VfB Stuttgart aber nicht. Sven Mislintat will auf den 23-Jährigen warten und den Ausfall mithilfe der vorhandenen Kräfte auffangen. Das Vertrauen in die junge Mannschaft ist groß.

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So erklärt sich auch die Entscheidung, den auslaufenden Vertrag mit Kapitän Gonzalo Castro (34) nicht zu verlängern. Der VfB verliert zwar einen wichtigen Baustein im zentralen Mittelfeld, laut Mislintat werden aber gleichzeitig Spieler wie Mateo Klimowicz (21), Tanguy Coulibaly (20) oder Naouirou Ahamada (19) dadurch gefördert.

„Das sind so gute Jungs, dass es uns sehr wichtig erschien, ihnen weiteren Raum zu schaffen. Womit wir bei der Entscheidung wären, nicht mit Gonzalo Castro zu verlängern und damit 25 bis 30 Spiele Spielzeit freizugeben. Sie werden noch nicht mit der Konstanz Castros spielen, aber mit ihrem unfassbaren Potenzial sind sie Teil unserer Zukunft“, so der Kaderplaner im ‚kicker‘.

30 Millionen nicht genug

Mit Sasa Kalajdzic (24) könnte noch ein Leistungsträger den VfB verlassen. Für Sorgenfalten sorgt diese Personalie bei Mislintat nicht: „Es ist nicht jederzeit möglich, sondern nur mit unserer Zustimmung, daher: nein. Sorgen würde mir bereiten, wenn wir nicht schon 38,5 Millionen Euro erwirtschaftet hätten.“ Konkret vom ‚kicker‘ befragt, ob ihn eine Offerte in Höhe von 30 Millionen Euro am 31. August schwach machen könnte, sagt Mislintat: „Dann wären das zwei Neins: Zu einem so späten Zeitpunkt Ersatz zu bekommen, ist sehr schwer bis unmöglich. Und: 30 Millionen würden nicht reichen.“

Dass es dennoch praktisch für jeden Spieler eine Schmerzgrenze gibt, erklärt Mislintat am Beispiel von Erling Haaland (21): „Bisher heißt es, der BVB verkauft ihn nicht. In manchen Medien, auch im ‚kicker‘, wird gemeldet, dass es ab nächstem Jahr ein Ausstiegsszenario für 75 oder 80 Millionen gibt. Wenn jetzt ein Klub 175 Millionen hinlegen sollte: Kann man es sich erlauben, für ein Jahr auf 100 Millionen zu verzichten? Es gibt Schmerzgrenzen, aber wir sind zumindest in der Lage, diese hochzusetzen.“

Und so bleibt alles möglich auf dem Transfermarkt. Gleiches gilt aber nicht für die Zusammenarbeit mit Pellegrino Matarazzo. Der Trainer des VfB steht für Mislintat unter keinen Umständen zur Debatte: „Egal, wo wir stehen, und selbst, wenn wir absteigen, ist und bleibt Rino unser Trainer. Das bedeutet definitiv Entwicklung für den VfB. Hin zu Konstanz und zum Verständnis, dass wir nur als Gemeinschaft eine Krise bewältigen können, wenn es denn eine gäbe. Hin zum Verständnis, dass sich jeder im Klub in die Verantwortung nimmt.“

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