Nächster Rohdiamant im Anflug auf Frankfurt?

Das Wintertransferfenster ist noch nicht geschlossen, da richtet Eintracht Frankfurt schon den Blick Richtung Sommer. Von der AS Monaco könnte dann ein vielversprechendes Talent an den Main wechseln. Mit Spielern aus der Ligue 1 hat die Eintracht zuletzt gute Erfahrungen gemacht.

Almamy Touré ist bei der Eintracht im Gespräch
Almamy Touré ist bei der Eintracht im Gespräch ©Maxppp

Nicht nur seit dem Abgang von ‚El Títan‘ Carlos Salcedo ist Eintracht Frankfurt auf der Suche nach neuen Verteidigern. In der Ligue 1 könnte die Eintracht nun fündig geworden sein. ‚Goal.com‘ berichtet, dass die Eintracht Almamy Touré von der AS Monaco auf dem Zettel hat. Allerdings soll der 22-Jährige demnach erst im Sommer am Main aufschlagen. Da sein Vertrag im Juni ausläuft, könnte der Abwehrmann dann ablösefrei zu den Hessen kommen.

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Touré, der als Rechts- und Innenverteidiger zum Einsatz kommen kann, gilt als hoffnungsvolles Talent. Der französische FT-Korrespondent Aurélien Léger-Moëc bescheinigt dem Malier „großes Potenzial“. Allerdings komme ihm in seinen jungen Jahren mitunter die Konstanz in seinen Leistungen abhanden. Als entwicklungsfähiger Spieler würde Touré allerdings perfekt ins Transfer-Beuteschema von Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic passen.

Die Eintracht muss die Abwehr verjüngen

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein junger, noch unfertiger Spieler bei der Eintracht den nächsten Schritt machen könnte, so wie es aktuell der erst 19-jährige Evan N’Dicka, Topscorer Sébastien Haller oder der treffsichere Luka Jovic zeigen. Aktuell kann Almamy Touré sein Talent allerdings nicht in der Ligue 1 unter Beweis stellen: Seit November legt ihn eine langwierige Oberschenkelzerrung lahm, nur fünf Einsätze stehen für ihn in der laufenden Saison zu Buche.

Langfristig wird der Pokalsieger sich auf der Verteidiger-Position umsehen müssen. Nicht nur durch den Abgang von Carlos Salcedo entsteht hier eine Vakanz. Die Abwehrrecken Makoto Hasebe (35), David Abraham (32) und Marco Russ (33) werden nicht jünger. Über kurz oder lang würde den Hessen also frisches Blut gut zu Gesicht stehen.

FT-Meinung

Die Eintracht ist in der Vergangenheit mit ihrer auf junge, entwicklungsfähige Talente ausgerichteten Transferpolitik gut gefahren, weshalb das Interesse an dem jungen Malier plausibel erscheint. Fraglich ist jedoch, ob die Verpflichtung eines Rechtsverteidigers im Sommer Sinn ergibt. Touré kann zwar auch als Innenverteidiger spielen, fühlt sich auf der rechten Abwehrseite allerdings wohler.

Aktuell besteht dort bei den Hessen in der Tat Bedarf, weil Timothy Chandler nach seinem Knorpelschaden erst im Laufe der Rückrunde zurück erwartet wird. Sollte Chandler fit bleiben, wäre diese Lücke im Sommer dann allerdings geschlossen. Eine Alternative wäre dann, dass Chandler als Kostic-Backup auf die linke Seite rückt und Touré mit Danny Da Costa konkurriert. Die Zukunft von Linksverteidiger Taleb Tawatha könnte in solch einem Fall außerhalb Frankfurts liegen.

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