U21-Neuling: Wer ist Ragnar Ache?

von Georg Kreul
2 min.
Sparta Rotterdam Ragnar Ache @Maxppp

Für das anstehende EM-Qualifikationsspiel am 17. November gegen Belgien nominierte U21-Coach Stefan Kuntz zum ersten Mal Ragnar Ache. Der Angreifer von Sparta Rotterdam ist in Deutschland noch ein unbeschriebenes Blatt. FT stellt den 21-Jährigen genauer vor.

Die meisten Jungs sind bereits seit September dabei und haben sich sowohl auf als auch neben dem Platz bewährt. Ragnar Ache hat bisher eine starke Saison in der Eredivisie gespielt, weshalb wir ihn gerne besser kennenlernen wollen“, äußert sich Nationaltrainer Stefan Kuntz zu der überraschenden Nominierung.

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In der Tat ist Ragnar Ache nicht nur unter Fußballfans weitgehend unbekannt, auch der DFB schaut sich den gebürtigen Frankfurter zum ersten Mal genauer an. Der 21-Jährige schaffte es in seiner bisherigen Karriere in keine der deutschen Jugendnationalmannschaften.

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Der verpasste Durchbruch

Im Alter von elf Jahren zog er mit seiner Familie in die Niederlande und meldete sich in der Jugend von Sparta Rotterdam an. In der Saison 2017/18 wurde der 1,87 Meter große Mittelstürmer dann ein fester Bestandteil der ersten Mannschaft.

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Am dritten Spieltag schien dem Rechtsfuß der Durchbruch gelungen zu sein, als Ache von der Bank kommend einen Doppelpack gegen NAC Breda schnürte. Es sollten allerdings die einzigen Treffer in seiner ersten richtigen Profisaison bleiben. Gegen Ende wurde der Angreifer wieder in die Reservemannschaft geschickt.

Langer Anlauf zum Topscorer

Erst in der aktuellen Spielzeit, der vierten Saison bei den Profis, hat sich Ache in Rotterdam etabliert. Mit fünf Treffern und drei Assists in zwölf Pflichtspielen ist der 21-jährige aktuell Topscorer seines Teams. Beim 2:2 am vergangenen Wochenende gegen PSV Eindhoven zeigte Ache, was ihn als Stürmer ausmacht.

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Bei seinem Treffer zum 1:0 lauerte er als Abstauber auf den zweiten Ball. Zudem setzt der 21-Jährige immer wieder zu Läufen in den Fünfmeterraum an und versucht so ständig in die gefährlichen Räume vor dem Tor zu stoßen. Neben seiner Torgefährlichkeit besitzt Ache auch ein gutes Auge für seine Mitspieler. Die 2:1-Führung gegen PSV legte er mit guter Übersicht auf den durchstartenden Mohamed Rayh auf.

Trotz der guten Anlagen offenbaren sich beim U21-Neuling aber immer noch Defizite im Passspiel. Zudem schafft es der hochgewachsene Angreifer selten, den Ball lange festzumachen. Am 17. November im Länderspiel gegen Belgien hat Ache erstmals die Gelegenheit, seine Fähigkeiten dem deutschen Publikum zu präsentieren.

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