FT-Exklusiv: Mainz hat französischen Innenverteidiger an der Angel

Bereits 14 Millionen Euro hat Mainz 05 in diesem Sommer in die Mannschaft investiert. Gut gerüstet will man in die kommende Europa League-Saison gehen. Dabei helfen soll nun auch ein Innenverteidiger, der derzeit in der Ligue 2 kickt.

Schneller Abwehrmann: Modou Diagne
Schneller Abwehrmann: Modou Diagne ©Maxppp

Mit Rouven Schröder für Christian Heidel fand in diesem Sommer erstmals seit über 20 Jahren ein Wechsel auf dem Managerposten bei Mainz 05 statt. Die ersten Amtshandlungen des ehemaligen Werderaners waren gleich kostspielig. Für 6,5 Millionen Euro war die Festverpflichtung von Jhon Córdoba der teuerste Deal der Vereinsgeschichte. Zudem kosteten die Flügelflitzer Christian Clemens und Gerrit Holtmann sowie Keeper Jonas Lössl zusammen weitere 7,5 Millionen Euro. Doch damit nicht genug.

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Durch die Verkäufe von Julian Baumgartlinger und Loris Karius sowie die Qualifikation für die Europa League ist die Kriegskasse noch voll genug, um sich zusätzlich nach Verstärkung für die Innenverteidigung umzusehen. Nach FT-Informationen ist dabei Modou Diagne in den Fokus gerückt. Der 22-Jährige absolvierte in der abgelaufenen Spielzeit elf Spiele für die AS Nancy in der französischen Ligue 2. Zu Saisonbeginn noch auf der Bank eroberte sich Diagne gegen Ende des abgelaufenen Spielzeit seinen Stammplatz zurück. Nicht unerheblich dabei: Frisches Selbstvertrauen nach starken Leistungen für den Senegal beim African Youth Cup.

Interesse aus Deutschland bestätigt

Der französische FT-Korrespondent Aurélien Léger-Moëc beschreibt ihn als „schnellen Abwehrmann, der unter Druck nicht die Ruhe verliert. Ein solider Innenverteidiger, der sicher Chancen hätte, sich in der Bundesliga durchzusetzen“. In Lothringen ist Diagne noch bis 2017 gebunden. Seine starken Leistungen im Saisonendspurt sind aber nicht nur den ‚Nullfünfern‘ aufgefallen. Wie unsere Redaktion erfuhr, sind auch Olympique Marseille und Crystal Palace am 1,88 Meter-Mann interessiert. Sein Berater Christophe Hutteau bestätigt: „Modou ist ein Spieler, der das Interesse einiger Klubs aus Frankreich und Deutschland auf sich zieht. Das ist auch logisch, da er nur noch ein Jahr Vertrag hat.“ Jedoch sei es die „Priorität“ seines Klienten „in Nancy zu bleiben“.

FT-Meinung: In der Innenverteidigung sind die Mainzer mit Stefan Bell, Niko Bungert, Leon Balogun und Alexander Hack quantitativ bereits ausreichend besetzt. Diagne ist ein interessanter Mann, der perspektivisch zum Stammspieelr aufsteigen könnte.

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