Neues Traumduo bei Atlético: Und keiner spricht von Griezmann

Den Fans von Atlético Madrid sind in diesem Sommer zweifellos einige graue Haare gewachsen. Bei den Rojiblancos reihte sich eine tränenreiche Verabschiedung an die nächste. Aber Diego Simeone erweist sich auch in der vermeintlichen Krise als Zauberer – mit zwei Assistenten.

Bei Atlético Madrid herrscht gute Laune
Bei Atlético Madrid herrscht gute Laune ©Maxppp

Diego Godín, Lucas Hernández, Filipe Luís, Juanfran, Rodri Hernández und nicht zu vergessen Publikumsliebling Antoine Griezmann – Atlético Madrid musste in diesem Sommer zahlreiche Abgänge von Leistungsträgern verkraften. Diego Simeone obliegt die Mammutaufgabe, aus den Neuzugängen schnellstmöglich eine Einheit zu formen. Denn die Qualifikation für die Champions League ist für die Colchoneros und ihr saftiges Gehaltsgefüge unverzichtbar.

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Während die Viererkette komplett neu justiert werden muss, ist im zentralen Mittelfeld nach dem Verkauf von Rodri die Schaltzentrale der Vorsaison weggefallen. Die meisten Sorgen machte den Rojiblancos aber wohl der Weggang von Griezmann. Schließlich war der feine Techniker aus Frankreich derjenige, der für die genialen Momente gesorgt hat. Eine Fähigkeit, die man nicht einstudieren kann wie eine funktionierende Abseitsfalle.

In diesen Tagen und speziell nach dem spektakulären 7:3 gegen Real Madrid spricht in Madrid nun aber keiner mehr von Griezmann. Grund dafür ist zum einen João Félix. Der 19-Jährige hat gleich bei seinem ersten großen Auftritt im Atletí-Trikot mehr als nur angedeutet, dass er das Zeug hat, in Griezmanns große Fußstapfen treten zu können.

Costa is back

Félix profitiert dabei von einem gefühlten anderen Neuzugang: Diego Costa. Der wuchtige Stürmer wurde vor eineinhalb Jahren für 66 Millionen Euro vom FC Chelsea zurückgeholt und sollte den kongenialen Partner von Griezmann geben. Es folgten Verletzungen, Formtiefs und Rot-Sperren. Doch gerade jetzt, als die meisten Costa schon abgeschrieben hatten, taucht der 30-Jährige wie aus der Versenkung auf.

Sagenhafte vier Treffer steuerte Costa beim Kantersieg gegen den ungeliebten Stadtrivalen bei. Balsam für die zuletzt äußerst komplizierte Beziehung zu den Atlético-Anhängern. Und Balsam auf die Fanseele, die in diesem Sommer nicht nur eine tränenreiche Verabschiedung eines verdienten Spielers durchleben musste.

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