Eifriger Mateta: Große Worte, Fabelquote & Wechselwunsch

Jean-Philippe Mateta hegt keinen Groll über die Tatsache, dass ein Transfer im Sommer nicht zustande kam. Ganz im Gegenteil: Der Franzose ist für Mainz 05 wichtiger denn je.

Jean-Philippe Mateta bejubelt eines seiner Tore
Jean-Philippe Mateta bejubelt eines seiner Tore ©Maxppp

Dass Jean-Philippe Mateta den FSV Mainz 05 am gestrigen Sonntag mit einem lupenreinen Hattrick zum 3:1 in Freiburg und damit zum ersten Saisonsieg schießen konnte, liegt paradoxerweise auch im nicht immer einfachen Gemüt des 23-Jährigen begründet.

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Im Sommer wollte der eigenwillige Mateta Mainz nämlich nach zwei Saisons verlassen, um den nächsten Karriereschritt zu gehen. Die Rheinhessen wären auch durchaus zu einem lukrativen Verkauf während der Coronakrise bereit gewesen – doch mitten in der heißen Phase kündigte ihm sein Berater.

Fabelquote

Pierre-Henri Bovis sorgte sich um das Ansehen seiner Agentur, da Mateta unter anderem mit einer Unfallflucht und unerlaubter Tierhaltung für Schlagzeilen gesorgt hatte. Plötzlich stand Mateta also ohne Agent da – und blieb schließlich in Mainz. Hängen lässt sich der Franzose seitdem jedoch wahrlich nicht.

Zehn Tore und ein Assist stehen nach neun Pflichtspielen zu Buche. Eine Fabelquote, gerade wenn man bedenkt, dass die Mainzer sich insbesondere spielerisch in einer schweren Krise befinden. Außerdem lobt sein Trainer Jan-Moritz Lichte den Arbeitseifer des Neuners: „Er vermittelt seit Wochen das Gefühl, dass er arbeiten und sich verbessern möchte.“

Topklubs interessiert

Kurzfristig soll das Mainz dazu verhelfen, in der Bundesliga zu bleiben. Mittelfristig wird Mateta (Vertrag bis 2023) eine hübsche Ablöse einspielen. Insbesondere, wenn er so weiter spielt wie zuletzt. Als Spielertyp scheint er wie gemacht für die englische Premier League. Tottenham Hotspur soll ebenso interessiert sein wie ein Top-Klub aus der Bundesliga.

Neben seiner Robustheit, Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit zeichnet den Mittelstürmer übrigens auch sein Selbstbewusstsein aus. Vor dem Freiburg-Spiel sagte er bei ‚Sky‘: „Ich bin ein sehr wichtiger Spieler in dieser Liga. Ich hoffe, dass man in Frankreich über mich spricht.“ Spätestens seit Mateta dieser Aussage Taten folgen ließ, tut man das in der Heimat mit Sicherheit.

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