Von A bis Z: Die größten Transfer-Flops der Bundesliga

Spieler am Rande der Invalidität, Torjäger ohne Torriecher und Akteure, die gar nicht nach Deutschland wechseln wollten – die Bundesligisten lagen bei so manchem Transfer richtig daneben. Heute die Buchstaben Q bis T.

Auf Schalke hat man schlechte Erinnerungen an Albert Streit
Auf Schalke hat man schlechte Erinnerungen an Albert Streit ©Maxppp

Q wie Quattrocchi

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In der Winterpause der Saison 2002/03 holte der VfL Wolfsburg Pablo Quattrocchi vom argentinischen Klub Estudiantes de La Plata. Mit rund einer Million Euro Ablöse war der zum damaligen Zeitpunkt 28-Jährige im Verhältnis zu anderen Transfers der Wölfe ein Schnäppchen. Unabhängig vom Preis reihte sich der Abwehrspieler allerdings in die Reihe der Flops ein. In den eineinhalb Jahren in Wolfsburg stand der Argentinier insgesamt in elf Partien über die gesamte Spielzeit auf dem Feld. Fünf dieser Begegnungen absolvierte er allerdings in der Oberliga Niedersachsen. Anfang 2012 beendete der heute 46-Jährige seine Karriere.

R wie Rau

Im Alter von 21 Jahren lag auf einmal ein Angebot des FC Bayern bei Tobias Rau auf dem Tisch. Der Youngster schlug zu und wollte sich beim Rekordmeister durchsetzen. Der Plan ging aber gehörig in die Hose und Rau war regelmäßig auf seiner linken Abwehrseite heillos überfordert. Zwei Jahre später wurde das Missverständnis beendet und der Linksfuß wechselte zu Arminia Bielefeld. Nicht zuletzt wegen zahlreicher Verletzungsprobleme beendete Rau seine Profikarriere dann schon mit 27 Jahren und studierte fortan auf Lehramt.

S wie Streit

Transferflops mit S gibt es viele. Doch Schürrle, Schlaudraff, Sanches, Sosa, Sunjic, Schieber, Scharner und Schipplock werden allesamt von Albert Streit – der Mutter aller Fehleinkäufe – in den Schatten gestellt. Beim Rechtsaußen war der Name Programm. Streit kam für 2,5 Millionen aus Frankfurt und wurde auf Schalke mit einem üppig dotierten Vertrag ausgestattet, weswegen man den einstigen Junioren-Nationalspieler nicht mehr loswurde. Negativer Höhepunkt: Im Einsatz für die Amateure wurde Streit von den eigenen Fans angespuckt.

Bei einer halbjährigen Leihe zum Hamburger SV prügelte sich der Mittelfeldspieler im Training mit Jérôme Boateng und wurde sogar in die U23 geschickt. Nach drei Jahren auf Schalke wurde der Kontrakt dann aufgelöst. Der Freistoßexperte probierte sein Glück daraufhin bei Alemannia Aachen, Viktoria Köln und Fortuna Köln. 2014 beendete er seine Karriere. Immerhin: Streits Rente dürfte gesichert sein.

T wie Tyton

Przemyslaw Tyton kam 2015 als Ersatz für Sven Ulreich von der PSV Eindhoven zum VfB Stuttgart. Der Pole machte aber schnell deutlich, dass er der Aufgabe nicht gewachsen war und irrte Woche für Woche durch den Strafraum der Schwaben. In 30 Einsätzen hielt Tyton seinen Kasten nur viermal sauber. Satte 61 Mal musste er den Ball aus dem Netz holen. Ein Jahr später zog der mittlerweile 33-Jährige weiter zu Deportivo La Coruña. Mittlerweile steht er beim FC Cincinnati unter Vertrag.

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