Bis zu 38 Millionen Euro zahlt Borussia Dortmund für Mats Hummels an den FC Bayern. Vom 30-Jährigen verspricht man sich an der Strobelallee einiges. „Da weißt du, was du kriegst“, sagt Sportchef Michael Zorc im ‚kicker‘ über seinen Neuzugang, „Mats weiß, wie es geht. Und er weiß, wie die Dinge zu Ende geführt werden.“ Soll heißen: Einen Einbruch wie im Saisonendspurt der abgelaufenen Saison wird der Weltmeister mit seiner Erfahrung verhindern.

Als Führungsspieler soll Hummels zudem den zahlreichen jungen Talenten im BVB-Kader weiterhelfen: „Mit 30 gehört man nicht zum alten Eisen. Die jüngeren Spieler entwickeln sich besonders gut, wenn sie rechts und links Führungskräfte neben sich haben.“ Eine Abkehr von dem Kurs, vielversprechende Spieler zu verpflichten und zu entwickeln, bedeute der Hummels-Transfer aber nicht. Zorc: „Ich mag es nicht, dogmatisch zu sein. Wir werden immer Toptalente suchen und entwickeln.

In der Innenverteidigung genießt die Suche nach Verstärkungen aufgrund der Hummels-Verpflichtung mittlerweile jedoch keine Priorität mehr. Im Gegenteil: Angesichts von sechs Innenverteidigern für vier Kader-Planstellen im Abwehrzentrum sucht Zorc derzeit nach Abnehmern für die potenzielle Streichkandidaten. Wen es am Ende treffen wird, ist noch unklar.

Vier Streichkandidaten

Als wahrscheinlichster Abgang gilt seit einiger Zeit schon Ömer Toprak. Der ehemalige Leverkusener, der in der abgelaufenen Saison nur 230 Minuten in der Bundesliga auf dem Platz stand, hat aber andere Pläne. „Mats Hummels ist ein Weltklassespieler, aber ich will um meine Chance kämpfen. Dass ich kämpfen kann, habe ich in den vergangenen zehn Jahren oft genug bewiesen, denke ich“, so Toprak.

Neben dem 29-Jährigen werden laut ‚kicker‘ auch Abdou Diallo, der erst im vergangenen Sommer von Mainz 05 für 28 Millionen Euro kam, Dan-Axel Zagadou und Winterneuzugang Leonardo Balerdi intern angezweifelt. Für die erste Elf gelten Hummels und Manuel Akanji als gesetzt.