Offensivspieler haben kein leichtes Leben unter José Mourinho. Die biederen taktischen Marschrouten des Portugiesen ersticken oft jegliche Kreativität im Keim. Auch Anthony Martial hat darunter zu leiden. Ins Tempodribbling kommt der 22-jährige Franzose nur selten. Zu häufig muss er ohne Ball über den gesamten Platz wetzen, um sich ins Konterspiel der Red Devils einzuklinken.

Im Sommer werden sich die Wege aller Voraussicht nach trennen. 2019 endet Martials Vertrag im Old Trafford und bislang haben sich die Parteien nicht angenähert, was vor allem dem 18-fachen Nationalspieler zuzuschreiben ist.

Bayern im Rennen?

Das italienische Online-Portal ‚calciomercato.com‘ bringt nun auch den FC Bayern München als möglichen Abnehmer für Martial ins Spiel. Bislang stand der pfeilschnelle Rechtsfuß insbesondere bei Juventus Turin hoch im Kurs. Auch Tottenham Hotspur sowie Atlético Madrid sind interessiert.

Beim FC Bayern steht auf kurz oder lang der Umbruch auf den offensiven Außenbahnen an. Nach aktuellem Stand sieht es aber so aus, als würden die beiden Routiniers Franck Ribéry (35) und Arjen Robben (34) zumindest noch ein Arbeitspapier für eine weitere Spielzeit erhalten. Daneben setzt man beim Rekordmeister auch auf Kingsley Coman und Serge Gnabry, die beide viel Spielzeit erhalten sollen.

PlausibelFT-Meinung: Martial könnte zu den Bayern passen. Angesichts seines 2019 auslaufenden Vertrags wäre er zudem erschwinglich. Die Frage lautet: Wie soll Niko Kovac fünf Flügelspieler unter einen Hut bringen? Dieser Aufgabe müsste sich der Neu-Trainer ein Jahr lang stellen. Mit Blick auf die Zeit danach benötigt der FC Bayern allerdings dringend noch einen Dribbler der Marke Martial. Warum also nicht jetzt schon zugreifen, wenn die Chance besteht?