Nach der erneut blamablen 0:6-Niederlage beim FC Bayern hielt sich Kyriakos Papadopoulos nicht zurück: „In den zurückliegenden beiden Transferperioden sind einige Fehler gemacht worden. Die Mannschaft hat keine Hilfe bekommen. Im Winter hat sich die Konkurrenz mit Spielern verstärkt, die inzwischen viele Tore geschossen haben – siehe Köln mit Terodde und Stuttgart mit Gómez. Nur wir haben keine Spieler bekommen, obwohl wir Schwierigkeiten haben.“

Dabei hätte der Hamburger SV offenbar Chancen gehabt, im Winter einen neuen Stürmer zu verpflichten. Laut ‚Sport Bild‘ machte sich der mittlerweile entlassene Trainer Bernd Hollerbach im Januar für Aleksandar Mitrovic von Newcastle United stark. Der hätte für 750.000 Euro Leihgebühr seinen Weg an die Elbe gefunden. Im Gegenzug wäre Luca Waldschmidt, der in der Rückrunde kaum eine Rolle spielte, für drei Millionen zum SC Freiburg verkauft worden.

Dass beide Transfers letztendlich scheiterten, wirft kein gutes Licht auf die Klubführung der Hanseaten. Denn der kolportierte Grund dafür ist an Unprofessionalität und Kuriosität kaum zu überbieten. Laut ‚Sport Bild‘ schaffte man es beim HSV nicht, den Aufsichtsrat zu kontaktieren. Direkte Anfragen blieben demnach teils gänzlich unbeantwortet. Die Zustimmung des Gremiums ist bei der Durchführung von Transfers jedoch zwingend erforderlich.

Offenbar meldete sich der Aufsichtsrat erst am Deadline Day. Abgesegnet wurde die Mitrovic-Leihe jedoch auch dann nicht. Stattdessen ließ man verlauten, „dass man sich jetzt nicht unter Druck setzen lassen wolle.“ So ging der HSV ohne neuen Torjäger in die Rückrunde. Der Rest ist Geschichte: Seit dem Deadline Day haben die Rothosen erst zwei Tore erzielt und ebenso viele Punkte eingefahren. Mitrovic wurde zum FC Fulham verliehen, wo er mit sieben Treffern in acht Spielen aufblüht.