M’gladbach: Ehemaliges Megatalent im Fokus?
Borussia Mönchengladbach plant für die kommende Spielzeit den Sprung auf die internationalen Ränge. Mithelfen könnte mit Yassine Chikhaoui ein Akteur, der über enormes Potenzial verfügt. Seine Verletzungsanfälligkeit würde den Wechsel allerdings zur Mutprobe machen.

Als 2007 der Stern von Yassine Chikhaoui aufging, sprach die europäische Fußballwelt voller Euphorie von einem kommenden Weltstar. Internationale Topklubs wie Juventus Turin, Olympique Marseille und der FC Bayern München signalisierten Interesse am damals 20-jährigen Mittelfeldspieler vom FC Zürich.
Mittlerweile hat sich das Blatt für Chikhaoui gewendet. Der Tunesier hat eine Leidenszeit hinter sich, die für viele andere Akteure das Karriereende bedeutet hätte. Seit einem Patellasehnenriss 2008 stolpert der Nationalspieler von einer Verletzung zur nächsten. In der laufenden Saisonvorbereitung fehlt der hoch veranlagte Spielmacher aufgrund von anhaltenden Magenbeschwerden. „Ich glaube nicht, dass es sich um eine Bagatelle handelt. Ich erwarte den Spieler nicht so schnell zurück“, erklärt FC-Trainer Urs Meier gegenüber dem Züricher ‚Tagesanzeiger‘.
Trotz der vielen Blessuren steht Chikhaoui immer wieder bei diversen Klubs auf dem Zettel. Laut der tunesischen Zeitung ‚La Presse de Tunisie‘ ist der 26-Jährige auch bei Borussia Mönchengladbach ein Thema. Dem Blatt zufolge haben die ‚Fohlen‘ ein konkretes Angebot eingereicht, um Chikhaoui in die Bundesliga zu lotsen. Der Vertrag des Offensivakteurs läuft noch bis 2014. Will Zürich noch eine adäquate Ablöse kassieren, müssten sie den ‚tunesischen Zidane‘ in der laufenden Transferperiode verkaufen.
Allein vor dem Hintergrund der Verletzungsanfälligkeit von Chikhaoui erscheint der Wechsel in die Bundesliga unwahrscheinlich. In seinen sechs Jahren beim Schweizer Klub bestritt der Mittelfeldspieler lediglich 67 Ligapartien. Dass die Verantwortlichen der Borussia einem Spieler das Vertrauen aussprechen, der mehr verletzt als verfügbar ist, darf bezweifelt werden – zumal Max Eberl die Personalplanungen des Klubs unlängst für beendet erklärte.
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