Wegen einer Sprunggelenksverletzung fehlt Breel Embolo dem FC Schalke wohl noch einige Monate. Auch Klaas-Jan Huntelaar und Franco Di Santo plagen sich mit Verletzungen herum. Damit Markus Weinzierl im Angriff auf weitere Alternativen zurückgreifen kann, tüteten die Knappen am gestrigen Montag den Transfer von Guido Burgstaller ein. Der Österreicher kommt vom 1. FC Nürnberg in den Ruhrpott.

Wir hatten viele, viele Überlegungen im Winter. Natürlich hätten wir auch einen holen können aus dem Ausland. Wir haben uns aber für eine Lösung von Zuhause entschieden, für einen Spieler, den wir sehr gut kennen, dem wir keinen Dolmetscher an die Hand geben müssen, der, da bin ich sicher, innerhalb von drei Tagen mit der Mannschaft warm wird und bei dem es keine Anpassungsprobleme geben wird“, erklärt Christian Heidel laut ‚kicker‘ die Entscheidung, den Mann aus dem Frankenland ausgewählt zu haben.

Wir sind ja im Winter, da muss er in zehn Tagen funktionieren. Wir haben so viele Spieler überprüft, auch gute aus dem Ausland, da war aber die Angst zu groß, dass wir nach vier Wochen hätten sagen müssen, dass der sich erst einmal anpassen muss. Ich gehe davon aus, dass Guido Burgstaller seine Kollegen nach einem Tag kennt. Und wir haben uns für einen Spieler entschieden, für den Schalke noch was Besonderes ist, für den Schalke ein Aufstieg ist“, hofft der S04-Manager auf eine besondere Motivationsspritze beim 27-Jährigen.

Heidel ist von Burgstaller ebenso wie Weinzierl vollends überzeugt: „Unsere Trainer haben den Spieler schon im Detail auseinandergenommen. Ich weiß auch, dass er aus der 2. Liga kommt. Aber er bringt insbesondere die Spielweise, die wir auf der Position erwarten, einfach mit. Der kommt mit einem guten Gefühl, dass die Vorrunde für ihn super gelaufen ist, dass er ohne Ende Tore geschossen hat. Das tut der Mannschaft ganz gut.

Weitere Transfers nicht ausgeschlossen

Offen lässt Heidel, ob nach den Transfers von Burgstaller und Holger Badstuber noch weitere Neuankömmlinge auf Schalke begrüßt werden: „Ich bin da immer vorsichtig und würde mich nie hinstellen und sagen, bis zum 31. Januar passiert garantiert nichts mehr, weil man nie weiß, was noch kommt. Aber eigentlich steht die grobe Planung dann. So wollen wir dann in die Rückrunde gehen.“ Gleiches gelte für potenzielle Abgänge.