Ein seltenes Glücksgefühl ereilte die Schalke-Fans am vergangenen Samstag. Beim 3:1 gegen Hannover erzielte das Team von Domenico Tedesco erstmals seit Dezember 2017 in einem Pflichtspiel drei Treffer.

Unabhängig von dieser Statistik ist Christian Heidel und Co. klar: In der Offensive muss sich Königsblau verbessern. Das betrifft nicht nur die Spielweise des Teams von Domenico Tedesco, sondern auch das Personal.

Der Traum von Pépé

Absoluter Wunschspieler der Schalker bleibt laut einem Bericht der ‚Sport Bild‘ Nicolas Pépé vom französischen Erstligisten OSC Lille. Der 23-jährige Ivorer sollte schon im Sommer in den Ruhrpott wechseln, entschied sich aus persönlichen Gründen aber für einen Verbleib bei LOSC.

Nun hat der Rechtsaußen, der mit seinem starken linken Fuß gerne nach innen zieht, in zwölf Ligaspielen bärenstarke 15 Torbeteiligungen aufzuweisen (acht Treffer, sieben Vorlagen). Mit diesen Leistungen hat sich Pépé selbstredend noch weiter in den Fokus der europäischen Topklubs geballert. Unter anderem versucht Manchester City sein Glück, auch der FC Bayern hat die Fährte aufgenommen.

Dementsprechend zweckpessimistisch kommentiert Christian Heidel die Personalie: „Pépé gehört zu einer Gruppe von Spielern, die für die ganz großen Klubs infrage kommen.“ Hoffnung könnte den Knappen einzig die wohlüberlegte Karriereplanung des zurückhaltenden Offensivspielers machen. Schon im Sommer hatte Pépé neben dem der Schalker weitere äußerst lukrative Angebote ausgeschlagen und sich bewusst für eine weitere Saison in Lille entschieden, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen.

Er ist ein Spieler, der genau weiß, was er will. Pépé möchte sich zunächst maximal weiterentwickeln, bevor er den nächsten Schritt zu einem größeren Klub geht. Das hat sich nun schon mehrfach ausgezahlt“, erläutert der französische FT-Korrespondent Aurélien Léger-Moëc.

Di Santo soll gehen

Unabhängig von den Erfolgsaussichten bei Pépé wollen sich die Schalker schon im Winter von überflüssigem Ballast trennen. „Stürmer Franco Di Santo soll verkauft werden“, schreibt die ‚Sport Bild‘ in ihrer Printausgabe vom heutigen Mittwoch. Der Hintergrund: Nur noch im Januar kann S04 eine Ablöse für den 29-jährigen Großverdiener einstreichen, im Sommer endet dann Di Santos Vertrag auf Schalke.

Auch Yevhen Konoplyanka und Breel Embolo nennt das Fachmagazin als Verkaufskandidaten. Beide – insbesondere Embolo – stehen in der aktuellen sportlichen Bewertung aber über Di Santo.

WunschdenkenFT-Meinung: Pépé ist ein Topspieler mit großartigen Anlagen. Auch zum Schalker Offensivstil würde er angesichts seiner Explosivität und Durchsetzungsfähigkeit passen. Allerdings dürfte der 23-Jährige mittlerweile eine Nummer zu groß für Königsblau sein. Heidel und Tedesco müssten schon ganz besondere Überzeugungsarbeit leisten.