Jacob Bruun Larsen (19): Nach drei deutschen Meistertiteln in der Jugend drängt der 19-jährige Däne in diesem Sommer in den Kader. Obwohl seine Aussichten auf regelmäßige Einsatzzeiten angesichts der namhaft bestückten BVB-Offensive überschaubar sind, will der vergangene Saison an den VfB Stuttgart verliehene Larsen bleiben, da „der BVB der Klub ist, bei dem ich am meisten lernen kann“.

Alexander Isak (18): Seit eineinhalb Jahren kämpft sich die Sturmhoffnung beim BVB durch, kam bislang aber nur zu überschaubaren 13 Pflichtspieleinsätzen. Da die Schwarz-Gelben immer noch keinen Stürmer gefunden haben, wäre der Weg in diesem Sommer eigentlich frei. Wenn die Kluboberen aber über interne Lösungen für das Sturmzentrum philosophieren, fällt nie der Name des Schweden, sondern die der üblichen Kandidaten Marco Reus oder Maximilian Philipp. Sollte noch ein neuer Mann kommen, wird Isak womöglich verliehen. Wenn nicht, bleibt der 18-Jährige der Notnagel und muss erneut mit der Bank oder Tribüne vorliebnehmen.

Sergio Gómez (17): Das spanische Toptalent war im vergangenen Winter nach Dortmund gewechselt, kam in seinem ersten Halbjahr aber nur zu insgesamt sieben Bundesligaminuten. Am gestrigen Montag erklärte der 17-Jährige, dass er sich in seiner ersten vollen Saison bei den Schwarz-Gelben durchbeißen will. Die Chance wird er unter Favre bekommen, wenn auch sein Ausblick auf Einsatzzeiten überschaubar ist.

Dzenis Burnic (20): Burnic gehörte gemeinsam mit Larsen, Felix Passlack, Janni Serra und Christian Pulisic zur goldenen BVB-Generation, die die Junioren-Bundesligen in Grund und Boden schossen. Abgesehen von Pulisic blieb den BVB-Talenten aber der große Durchbruch bislang verwehrt. Burnic absolvierte die gesamte Vorbereitung, bekommt nun aber mit Axel Witsel weitere Konkurrenz. Wenn nicht noch Streichkandidaten wie Nuri Sahin oder Sebastian Rode gehen, hat der frühere A-Jugend-Kapitän keine Profi-Perspektive.

Dan-Axel Zagadou (19): Aktuell ist der junge Franzose Innenverteidiger Nummer vier. Seit seinem Wechsel nach Dortmund vor einem Jahr konnte der 19-Jährige nur selten überzeugen. Trauriger Tiefpunkt war der desaströse Einsatz beim legendären 4:4 im Revierderby, als der frühere Juniorennationalspieler das Kunststück vollbrachte, in sieben Minuten zwei Tore zu verschulden. Nach dem Spiel kam Zagadou zu keinem weiteren Bundesligaeinsatz. Fraglich, ob Favre auf den oft hüftsteifen 1,96 Meter-Büffel setzen wird. Im Testspiel gegen Benfica offenbarte der Youngster erneut einige Schwächen.