Ali Bulut ist gut beraten, sein Handy regelmäßig aufzuladen. Den Spielerberater erreichen regelmäßig Anfragen hinsichtlich der Zukunft von Benjamin Henrichs, der momentan bei Bayer Leverkusen spielt. Gegenüber FT verrät Bulut: „Topvereine aus ganz Europa haben sich schon gemeldet.“ Zu diesen zählt nach Informationen unserer Redaktion auch der FC Bayern München. Spätestens in eineinhalb Jahren wird dort Philipp Lahm seine aktive Karriere beenden. Und auch Stellvertreter Rafinha wird seine Zelte dann wohl abbrechen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren.

Der Spieler, dessen Name bisher am häufigsten im Münchner Umfeld zu hören war, ist Nélson Semedo von Benfica Lissabon. Der Portugiese wird jedoch auch von Manchester United umworben, was die potenzielle Ablösesumme in die Höhe treibt. Über 40 Millionen Euro soll Semedo kosten, eine Summe, die man auch beim Rekordmeister nicht im Vorbeigehen lockermacht. Zudem passt der Portugiese nicht so recht ins Anforderungsprofil von Wieder-Präsident Uli Hoeneß, der schon in der Vergangenheit immer wieder betonte, dass er vermehrt auf deutsche Nationalspieler setzen will.

Ein solcher ist Henrichs. Der Vertrag des 19-Jährigen läuft noch bis 2020. „Eine Ausstiegsklausel gibt es nicht“, verrät Bulut gegenüber FT. Ein geeigneter Nachfolger von Lahm wäre der Youngster nicht nur, weil er günstiger zu haben sein dürfte als Semedo. In seinen bislang 31 Pflichtspielen hat der zum Rechtsverteidiger umgeschulte Offensivspieler sein Potenzial schon ausgiebig angedeutet. Für Bulut kein Grund, die Bodenhaftung zu verlieren: „Er muss die Leistungen jetzt erstmal bestätigen.“

Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Bayer 04 sind indes nicht geplant. „Alle sind ganz entspannt – Leverkusen und wir. Im Moment besteht kein Verhandlungsbedarf.“ Der 19-Jährige und sein Berater wollen also zunächst die weitere Entwicklung abwarten. Sowohl was Henrichs betrifft als auch mit Blick auf die in der Hinrunde wenig überzeugende Werkself. Mit den zahlreichen verlockenden Anfragen in der Hinterhand lässt es sich schließlich ganz entspannt in die Zukunft blicken. Und das Handy wird regelmäßig aufgeladen.