Mit einem Treffer und einer Vorlage hatte sich Aron Johannsson nach überstandener Hüftverletzung zurückgemeldet. Es folgte die Rote Karte am vierten Spieltag gegen den 1. FC Köln. Seitdem ist der US-Amerikaner mit isländischen Wurzeln außen vor. Lediglich 20 Minuten Spielzeit kamen hinzu. Selbst in der größten Personalnot vertraute Skripnik-Nachfolger Alexander Nouri lieber auf Nachwuchskraft Ousman Manneh als auf den arrivierten Johannsson.

Für dessen Berater Magnus Agnar Magnusson nicht nachvollziehbar, wie er im Gespräch mit FT deutlich macht: „Er ist definitiv gut genug. Klar, anfangs kam er von einer schweren Verletzung, doch jetzt ist er fit. Er will unbedingt mehr spielen. So darf es nicht weitergehen. Warum er nicht einmal im Kader steht, kann ich nicht beantworten.“

Der Frust sitzt tief bei Johannsson und seinem Management. Dennoch will sich der 26-Jährige mit einem Abschied vom SV Werder vorerst nicht beschäftigen. „Er möchte Werder helfen. Hoffentlich erhält er bald seine Chance“, gibt sich Magnusson kämpferisch.

Ausschließen, dass sich diese Sichtweise ändert, will der Spieleragent jedoch nicht. „Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Im Fußball weiß man nie“, orakelt Magnusson, der sich mit möglichen Interessenten zurzeit nicht auseinandersetzen möchte. Doch klar ist auch: Ändert sich bis zur Winterpause nichts an Johannssons Status, wird ein Wechsel zwangsläufig zum Thema.