Oscar Wendt: Schon für den vergangenen Sommer war ein Abschied des Schweden im Gespräch, doch Wendts auslaufender Vertrag verlängerte sich automatisch, als er auf eine gewissen Anzahl von Pflichtspielen kam. Gut möglich, dass auch im aktuellen Kontrakt des 33-Jährigen eine ähnliche Klausel verankert ist. Im Duell mit Neuzugang Ramy Bensebaini hat Wendt derzeit mit insgesamt sieben Startelfeinsätzen klar die Nase vorn. Dem Schweden würde eine weitere Saison am Niederrhein gut gefallen. In der Vorbereitung sagte er bereits: „Zwar läuft mein Vertrag im nächsten Juni aus, aber für mich muss das nicht das letzte Jahr in Mönchengladbach sein.“

Raffael: Der in die Jahre gekommene Maestro hat unter Trainer Marco Rose keinen Stammplatz mehr. Raffael ist das egal. „Ich bin nicht mehr die Jüngste, es ist nicht das Wichtigste, ob ich über 90 Minuten spiele oder nur ein paar Minuten“, so der 34-Jährige zuletzt. Bereits im April hatte der Brasilianer verraten, dass er gerne bis 2021 in Gladbach bleiben würde. Rose ist überzeugt von Raffaels Joker-Qualitäten. Sollte dieser den Trainer weiterhin so überzeugen wie bisher, steht einer erneuten Verlängerung Stand jetzt wenig im Weg.

Fabian Johnson: Viele Experten zählten den US-Amerikaner vor der Saison zu den Abschiedskandidaten. Doch Rose mag die Polyvalenz des 31-Jährigen, der am Anfang der Saison zunächst erster Einwechselspieler und dann Mann für die erste Elf war. Eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich machte Johnson dann einen Strich durch die Rechnung und verdammte ihn zum Zusehen. Wie er sich im weiteren Saisonverlauf präsentiert, wird darüber entscheiden, ob er noch einmal verlängert. Der gebürtige Münchner, der sich in Gladbach wohl fühlt, hätte wohl nichts dagegen.

Tobias Strobl: Dass der 29-Jährige es schwer haben würde, auf regelmäßige Spielzeit zu kommen, war vor der Saison wohl auch ihm selbst klar. Auch wegen zweier Knieverletzungen kommt Strobl bisher auf nur sieben Bundesliga-Minuten. Argumente für eine Verlängerung kann der Defensivallrounder so nicht sammeln.

Max Grün: Der 32-Jährige kam, als die Gladbacher Talent Moritz Nicolas bis 2021 an Union Berlin verliehen. Ob die Nummer drei der Fohlenelf noch einmal verlängert und somit bis zu Nicolas‘ Rückkehr dessen Platz einnimmt oder die Borussia sich im Sommer personell umstellt, ist derzeit noch nicht absehbar.

Torben Müsel: Der 20-Jährige kam im Sommer 2018 vom 1. FC Kaiserslautern, wartet aber seitdem auf seinen ersten Profieinsatz am Niederrhein. Derzeit laboriert er an einer Knieverletzung. Dass sein Vertrag verlängert wird, ist derzeit unwahrscheinlich.