Daniel Meyer, Cheftrainer von Erzgebirge Aue, muss sich Kritik von oberster Stelle für seine Rotation in der zurückliegenden englischen Woche anhören. Vereinspräsident Helge Leonhardt sagt in der ‚Bild‘: „Die Erkenntnis daraus ist, dass wir nach dem erfolgreichen Spiel in Duisburg nicht an der Grundaufstellung festgehalten, sondern bei den darauffolgenden Spielen gegen Sandhausen und Paderborn zu viel experimentiert haben. Mit dieser Situation kam die Mannschaft nicht zurecht und wurde komplett verunsichert. Den Spielern, die nach dem 2:1-Sieg in Duisburg auf der Bank bleiben mussten, wurde quasi das Adrenalin entzogen.“

Aue verlor sowohl gegen den SV Sandhausen (0:2) als auch beim SC Paderborn (0:1). In der Tabelle steht der Zweitligist mit zwei Zählern Vorsprung zur Abstiegszone auf Rang 15. „Die Zeit der Experimente ist jetzt vorbei, ich fordere sofort wieder mehr Stabilität und Sicherheit“, stellt Leonhardt klar, der eine Lagebesprechung für den heutigen Dienstag ankündigt. Der 59-Jährige sagt: „Klar hat der Cheftrainer eine Hauptverantwortung, aber ich nehme da das gesamte Trainerteam in die Pflicht und verlange eine interne, kritische und kollektive Beratung über Aufstellungen und Matchpläne. Ich werde das persönlich kontrollieren. Das Trainerteam muss genau wie die Mannschaft eine Einheit sein, sonst funktioniert es nicht.“